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Rosarote Panther, Der (2006)

Eine Kritik von bigimot66 (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 02.11.2006, seitdem 327 Mal gelesen


Eines gleich vorweg. Dieses Clouseau-Remake, sofern man es überhaupt so nenne kann, ist sicherlich für die Fan-Gemeinde des Ur-Clouseau, Peter Sellers, kaum erträglich.

Clouseau (Steve Martin), ein unfähiger Dorfpolizist, wird eines Tages nach Paris zitiert, zum Inspektor befördert und soll einen spektakulären Fall aufklären. Der Trainer (J. Statham) der Fußball-Nationalmannschaft wurde ermordet und der rosarote Panther (ein Diamant) ist verschwunden.
Von seinem Chef, Inspektor Dreyfus (Kevin Kline) wird ihm noch ein Assistent (J. Reno) zu Seite gestellt und los geht`s.
Da Clouseau eigentlich keinerlei kriminalistische Talente zu haben scheint ist sein scheitern so gut wie vorprogrammiert - denkt und plant Dreyfus. Aber ob Clouseau dabei mitspielt...?

Wer die alten Clouseau-Filme kennt weiß natürlich wie alles endet, aber letztlich ist der Ausgang der Geschichte sowieso nicht wirklich wichtig, was hier zählt ist der Spaß, also die Gags.
Und die sind schon ziemlich durchwachsen. Einige wirkliche Kracher (Clouseau beim Englisch lernen, die Angriffe auf seinen Assistenten) sind durchaus vorhanden, oft handelt es sich allerdings um wirkliche Blindgänger wie die Sache mit dem wichsen, dem Furzen im Tonstudio und dergleichen. Dazwischen gibt es die aus den Original-Filmen bekannten Slapstickszenen, die zwar ganz ordentlich sind, aber eben nicht unbedingt neu sind und daher auch nicht wirklich immer zünden. Die sollte man wohl als Hommage an die Originale von Blake Edwards verstehen...

Die Gagdichte ist im Gegensatz zu den alten Clouseau-Streifen sicherlich höher, aber wie gesagt, zünden eben nicht alle Gags und viele kennt man schon. Womit wieder einmal bewiesen wäre, das mehr nicht gleich besser ist.

Überhaupt, Clouseau - Peter Sellers Paraderolle. Was macht Steve Martin damit bzw. daraus? Schwer zu sagen, bei Sellers war Clouseau bei allem Chaos, daß er verbreitete immer noch irgendwie menschlich, Martin hingegen macht daraus eine reine Comic-Figur. Diese Comic-Figur paßt sicherlich mehr in die heutige, oberflächlichere, Zeit, aber daß daraus ein Klassiker wie die Originale wird ist absolut unwahrscheinlich.

Um noch kurz auf die, neben Steve Martin, prominenten Darsteller einzugehen muß man erwähnen, daß trotz der großen Namen (Kevin Kline, Beyonce, Clive Owen, Jean Reno und Emily Mortimer) auf der Besetzungsliste relativ wenig an sichtbarer Qualität herausspringt.

Fazit: "Der rosarote Panther" ist ein typischer Fastfood-Film für die heutige Generation von Kinogängern. Durchaus unterhaltsam, sogar manchmal recht witzig, niemals wirklich souverän inszeniert oder auch gespielt, der auch nie einem Vergleich mit den Clouseau-Filmen von Peter Sellers standhalten wird, aber einem jüngeren Publikum durchaus 90 vergnügliche Minuten im Kino bereiten kann.


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