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Lord of War - Händler des Todes (2005)

Eine Kritik von britt.top (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 30.03.2008, seitdem 337 Mal gelesen


Lord of War...

Buhh... nach dem Erlebnis „Lord of War" muss man sich erstmal zurücklehnen und das Gesehene wirken lassen.Während den friedvollen Achtzigern begreift Yuri Orlov das die Welt nicht in Little Odessa endet. In einem benachbarten Lokal, wird er unfreiwilliger Zeuge, wie die russische Mafia ihre Probleme beseitigt. Da sieht er den Ausweg aus seinem tristen Dasein. Nach seinen Anfängen als kleiner Waffen Dealer begreift er schnell das nur mit dem Krieg finanziell was rauszuholen ist. Und wie gut das man noch Verwandtschaft hat. Während Yuris Bruder Vitaly versucht das Geschäft mit viel, viel Kokain zu ertragen, trifft er bei seinem Onkel einem ukrainischen General auf offene Arme. Aber auch in dieser Branche ist die Konkurrenz hart, so ist es unumgänglich das Er mit einem großen Spieler aufeinander trift. Aber neue Freunde vom Schlag eines sadistischen Diktators helfen ihm nahezu nur bereitwillig seine Geschäfte am Laufen zulassen. Wäre da nicht der sehr eifrige Interpol Agent Jack Valentine. Der um jeden Preis Yuris Geschäft beenden will. Also sitzt er Yuri immer im Nacken und zwingt ihn teilweise auf Abenteuerliche weise zufliehen.

Der Cast ist sehr gut gewählt, Nicolas Cage liefert hier (für mich) die beste Arbeit seiner Karriere ab. Aber auch Ian Holm alias Simeon Weisz glänzt hier als ewiger Spieler um Macht und Geld. Ethan Hawke, Jared Leto und Bridget Moynahan können in ihren Rollen ebenso überzeugen. Aber der heimliche Star ist Eamonn Walker alias Andre Baptiste Sr., der dem Diktator Seele und Glaubwürdigkeit einhaucht.

Die Musik ist zu jeder Zeit und Stimmung sehr gut gewählt. Mit Effekten hat dieser Film nur wenig am Hut, aber wenn dann richtig. So sieht man in der Anfangsszene, wie eine 7,62mm Gewehrpatrone vom Anfang, bis zum Verwendungszweck, mit der Kamera bekleidet wird. Sehr nachhaltig dieser Anfang.

Fazit:
Der Film ist mit soviel Zynismus, Tragik, Humor und schonungsloser Wahrheit ausgestattet, dass man zu dem Schluss kommt, die Welt ist eine Hure und die Amis sind die Zuhälter.Ein Film, der zum Sehen, Hören und Nachdenken geradezu zwingt.
(10/10)


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