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M.A.R.K. 13 - Hardware (1990)

Eine Kritik von Adalmar (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 18.05.2006, seitdem 1251 Mal gelesen


M. A. R. K. 13-Hardware (warum nicht auch noch H. A. R. D. W. A. R. E. W. A. S. F. Ü. R. E. I. N. T. O. L. L. E. R. F. I. L. M., schließlich sieht doch alles mit Punkten dazwischen besser aus) nervt. Durch permanenten Farbfiltereinsatz entsteht ein trist roter bis helldurchfallfarbener Rostton, der die angepeilte Endzeitatmosphäre wohl befördern soll. Die schauspielerische Tristesse wird aufgelockert durch sinnlose Einsätze von Alternativrockern wie z. B. Carl McCoy oder Iggy Pop, dessen Anorexie-Visage man zum Glück nicht sieht, da er nur als Radiosprecher "Angry Bob" zu hören ist. In der deutschen Fassung ist er natürlich durch eine schlechte Synchrostimme ersetzt worden und somit gar nicht mehr präsent. Die Handlung ist leider völliger Schwachsinn: Ein Endzeitmann findet einen Roboterkopf auf dem Schrottplatz und bringt ihn seiner Freundin, einer "Künstlerin". Da der Kopf zu einer ultrabösen Militärkampfmaschine gehört, baut er sich selber aus dem Atelier der Dame einen Körper zusammen. Wird sein erstes Opfer der pervers rumsabbernde Voyeur-Nachbar sein - oder vielleicht gar der zwergwüchsige Technikexperte?

Ich weiß nicht, ob der Streifen mir nur wegen der schlechten Quali der angesehenen DVD so wenig gefallen hat. Tatsache ist, dass mir Filme, die ein degeneriertes Personal zwischen Schrotthalden und Giftmülltümpeln herumvegetieren lassen, kein Vergnügen bieten. Da können auch ein paar nette Splättereffekte nicht viel rausreißen, die der Film zu bieten hat. Die Figuren sind unprofiliert und wenig interessant. Der lüsterne und unglaublich eklige Nachbar wird sehr lange thematisiert, mehr als irgendwem lieb sein kann. Spätestens wenn seine kaputte, sabbernde Unterlippe in ausführlicher Nahaufnahme gezeigt wird, kommt einem dieses oder jenes wieder hoch. Auch an anderen Stellen hat der Film Längen, irgendwann geht er dann wegen des unappetitlichen rotbraunen Matschtons auf die Augen. Das einzig sehenswerte sind wie gesagt ein paar gut gemachte blutige Effekte. Abgesehen davon taugt der Film nichts.
Im auf der LP-DVD beigefügten Interview zeigt sich Regisseur Richard Stanley - inklusive Kollegenschelte zu Lasten von Dario Argento - auch noch unangemessen von sich selbst überzeugt, was den Gesamteindruck weiter herunterzieht.


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