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1000 Augen des Dr. Mabuse, Die (1960)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 28.10.2011, seitdem 104 Mal gelesen


Dr. Mabuse will endlich die Weltherrschaft an sich reißen. Um sein Ziel zu erreichen, kontrolliert er ein Luxushotel, in dem reiche und prominente Gäste aus aller Welt absteigen. Durch geheime "Augen" kann er jedes Zimmer überwachen und die Bewohner manipulieren. Eines seiner Opfer ist ein amerikanischer Multimillionär, der in ein fingiertes Mordkomplott gerät. Doch der durchschaut das Spiel und schaltet Kommissar Kras ein.

Dr. mabuse erinnert frappierend an Dr. Fu Man Chu. Beide wollen ständing den Weltherrschaftstitel erringen und haben dem Titel nach wohl irgendwo mal promoviert. In dieser Neuverfilmung, sofern man das vom Jahr 1960 sagen kann, versucht er das auf die altmodische Weise der Firmenkontrolle über denjenigen der die Hand auf Atomwaffen hat. Dazu muß auch mal ein amerikanischer Millionär als Opfer und gleichzeitig als Held herhalten. Eine fingierte Frauenbekanntschaft soll ihn zur Hochzeit verführen, um anschließend nach der Hochzeit via Liquidierung die Kontrolle über das amerikanische Atompotential zu verfügen.
Die Story ist im gewohnten 60er Stil eingefaßt, soll heißen der Ablauf ist reichlich brav und angestaubt, dennoch geht es vergleichsweise heftig zur Sache. Störenfriede werden mittels Stahlnadel auf ewig zum Schweigen verdammt und im Finale darf auch schonmal das Maschinengewehr die Dialoge übernehmen. Die Geheimidentität des Doktor Mabuse ist natürlich streng geheim, nicht mal seine engsten vertrauten Auftragskiller kennen seine Identität, allerdings muß man auch sagen das (zumindest bei mir, ohne jetzt anzugeben) der erste offensichtliche Verdacht auch der richtige ist. Der Zuseher hat die Wahl zwischen drei Verdächtigen, einem Vrsicherungsvertreter, einer mysteriösen Lady und deren Psychologen. Schlüssel ist dann mehr oder weniger eine bei einem blinden Hellseher vollzogene Seance in der nach Poirot Art die wesentlichen möglichen Täter zusammengeführt werden und von da ab, steigt der Spannungslevel an, um zu erfahren wer denn nun den bösen Doc verkörpert. Natürlich muß nach all den Jahren seit der letzten Verfilmung ein Trittbrettfahrer dafür herhalten, allerdings ist die Auflösung dahingehend geschickt gemacht, da nicht nur eine Person eine doppelte Identität besitzt.
Das ist schon teilweise sehr knorke was die alten Filme über Dr. Mabuse bieten. Solide Krimiaction mit guten Darstellern (Fröbe rules) und guten Drehbüchern sorgen für unterhaltsame Filme. Zwar finde ich die meisten Wallace Streifen noch einen Tacken besser, aber neben Winnetou waren in den 60ern die vielfältigen Krimis eines der Trumpfkarten des deutsche Kinos. Doe 1000 Augen des Dr. Mabuse gehören dazu.
7/10


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