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Dr. Chopper (2005)

Eine Kritik von GhostShit (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 17.10.2005, seitdem 451 Mal gelesen


Macht euch schon mal obenrum frei, Mädels, denn jetzt kommt der Doktorrrrrrr!
Hach ja, "Dr. Chopper" - ein B-Horrorfilmchen der besonders unterirdischen Art!
Ich nehm das Wichtigste einfach mal gleich zu Beginn vorweg: die Darsteller sind scheiße, die Story ist voll für'n Arsch, die Action ist die gleiche wie in hunderttausend anderen 08/15-Slashern und Effekte gibt's praktisch keine. So.
Was diesen Haufen Schrott aber dennoch zu einer mittelmäßigen Ulknummer macht, kann von mir jetzt erklärt werden:

Aber erst zur Story:
Ein fanatischer Doc steht kurz vor der Vollendung seines Lebenswerkes - Unsterblichkeit mittels Transplantationen zu erlangen (...bitte jetzt keine blöden Fragen, okay!?). Doch ein Zwischenfall unterbricht seine Untersuchungen, so dass er und seine deformierten Arzthelferinnen gezwungen sind, im Verborgenen, um genauer zu sein: in einem abgelegenen Wäldchen, weiter zu operieren. Doch es fehlt an Versuchskanninchen.
Ein paar Teenies, die ihren Kiff-, Sauf- und Fickurlaub in einer nahe gelegenen Hütte verbringen, kommen da gerade recht...

Die Story - 08/15 at its worst also. Damit verbunden sind neben einem übelst lahmarschigen Auftakt, null Spannung und einem Showdown, der vom Actiongehalt dem Sandmännchen Konkurrenz macht, natürlich auch über alle Maßen untallentierte Jungdarsteller der Marke "Zu hässlich für "Dawson's Creek", aber zu faul sich anständige Arbeit zu suchen".
Diese auf Teenie gestylten Twens, die mal wieder im unpassendsten Moment (nämlich wenn der Killer plötzlich vor ihnen steht) stolpern, ihr brunftiges, ultrabanales Gelabere und ihr megahysterisches Gekreische sind echt zum An-den-Kopf-fassen dämlich, was wegen der unvorstellbar missglückten deutschen Synchro aber auch garantiert für viele Lacher sorgt.

...Womit wir des Pudels Kern ausgebuddelt hätten: DR. CHOPPER ist einfach so herzzerreißend dämlich, dass er auf irgendeine unerklärliche Weise schon wieder Spaß macht.
Ein weiß geschminkter, tattergreisiger Killerarzt in hautengen S/M-Lederklamotten (...kein Witz!!) mit der Diabolik von Weingummi und der Agilität eines Christopher Reeves im Endstadium...., viele möchtegern-coole Pappnasen auf Cearasil...., Kills, die nicht mal Kindergartenkinder schocken
dürften.... - ihr seht schon: unfreiwilliger Humor wird hier groß geschrieben.

Tja, dass das Ding hier allerdings auch so spannend wie Opa beim Pennen is', wird sich der eine oder andere bereits schon gedacht haben.
Daher: Wer platten, unbeholfenen, unfreiwillig komischen B-Horror-Erzeugnissen etwas abgewinnen kann, kann schon mal einen Blick riskieren. Allzu viel sollte man aber nicht erwarten, da der Langeweile-Pegel doch streckenweise deutlich Überhand nimmt.

Fazit:
DR. CHOPPER - Der Arzt dem die Frauen nicht trauen
Natürlich keine Konkurrenz für Dr. Giggles, Herbert West und Stefan Frank, aber schon ganz unterhaltsam...


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