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Dr. Chopper (2005)

Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 19.11.2005, seitdem 407 Mal gelesen


Dr. Max Fielding ist nicht nur ein angesehener Plastischer Chirurg, sondern zerhackt dazu auch noch mit seinen adretten Schwestern gern mal lebendige Ersatzteillager. Die Polizei kommt zwar dahinter, doch scheint sie ihn nicht zu fassen. Denn 20 Jahre später treibt der sich mit seinen Gehilfinnen im Wald am Tatonka Lake herum, der anrollende Haufen Frischfleisch in Teenieform kommt als Frischzellenkur gerade recht. Das mit den Teenies-werden-im-Wald-vom-Psychopathen-dezimiert-Thema gab es die letzten Jahre sowohl quantitativ wie leider auch oftmals qualitativ bis zum Erbrechen, da macht auch dieses merklich schnell und billig abgedrehte Filmchen keine Ausnahme. Allein schon die Teenager sind ein stereotyper Ausbund an ich-kenn-nach-dem-Abspann-keinen-Namen-mehr-Typen, wie kann man die frech auch noch Allen Ginsbergs Meinung über "die besten Köpfe seiner Generation" zitieren lassen. Die wohlbemerkt leicht angedeutete Story um den wahnsinnigen Doktor und seine Verjüngungs-OPs (man sieht nicht eine) verfällt endgültig in totale Verblödung, als auch noch Anwärterinnen einer Studentenschaft wie aus dem Nichts im BH durch den Wald schnitzeln sollen. Die sind zwar nach zwei Minuten alle in lächerlichen Akten erdolcht, doch außer einigen Körperteilen, die hin und wieder das Blickfeld der Kamera kreuzen, ist für den Gorehound nicht viel zu holen. Das gesprochene Wort dieses C-Flmchens ist ein Reigen, der gut mit "dumm und dümmer" umschrieben werden könnte, nicht einmal etwas unfreiwillige Komik des Rangers und seines neuen Schützling retten das Vakuum der Unterhaltung inmitten von meisterlich durchgehaltenem Dämlichtun. Sieht man mal von der Eröffnung ab, ist Dr.Chopper lange Zeit nur schmückendes Beiwerk neben seinen zusammengeflickten Schwestern. Deren Maskennarben sind in jeder Szene erneut schäbig ausgearbeitet, richtig überzeugen will der weißgepuderte Opa mit Fliegermütze und Lederkluft auch nicht gerade, wohlwollend könnte man das noch als langweiligen Trash verkaufen. Da es auch keinen, aber auch gar keinen Ansatz von etwas Horroratmosphäre gibt, bleibt nur noch lobend zu erwähnen, dass die deutsche Synchro ehrlich genug ist, um nicht zwingend einen Sinn zu suchen, wo Darsteller und Drehbuch schließlich auch keinen gefunden haben. Als Mischung aus "Freitag der 13." und "Dr. Giggles" rangiert "Dr. Chopper" in der Preisklasse dessen, was bei Aldi unterm Grabbeltisch liegt, zusammengefegt wird und als filmische Rumkugelreinkarnation endet. Dort also, wo auch Gammelstreifen wie "Sleepover Nightmare" liegen.

Fazit: Dr. Chopper ist ein alter Stinker. Bitte bloß kein Sequel von diesem peinlichen Soap-Slasher. 2/10 Punkten


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