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Wes Cravens Mindripper (1995)

Eine Kritik von Moonshade (Bewertung des Films: 1/10)
eingetragen am 11.02.2002, seitdem 1409 Mal gelesen


"Mindripper" ist eine von diesen Filmschöpfungen, die nur gedreht werden, damit dämliche Videothekenbesucher auf relativ bekannte Namen hereinfallen, obwohl das Film-Budget offensichtlich von Flaschenpfand bestritten worden ist. Sehr signifikant dabei der Originaltitel "The Outpost", denn hier spielt alles sehr, sehr weit draußen - und da sollten wir es auch lassen. Die Zivllisation muß man mit solchen Mist nicht belästigen.

Inhaltlich sind es mal wieder die bösen Wissenschaftler, die den Supersoldaten generieren wollen und dazu einen jungen Mann zum Monster machen. Der mutiert fröhlich im Mundraum und lutscht alsbald allen Anwesenden die Fontanelle leer.
Wie es denn in billigen und extrem schlechten Filmen der Fall ist, spielt dieses Nichts an Handlung in einem unterirdischen Labor, daß bis vor zwei Wochen offenbar noch ein stillgelegter Atombunker aka Atomlager war, denn ein paar extrem rostige Tonnen stehen noch nebenan. Gelegenheit also genug für unseren Ripper, wie Cheetah durch die Rohrleitungen zu streunen, während die Restcrew mit EINEM Gewehr und ca. zwei Taschenlampen in Extremzeitlupe durch düstere Kellergänge stolpert.

Logo, daß Lance Henricksen da noch mit Sohnemann und Tochter samt Freund anrücken muß, um mal nach den Kollegen zu schauen und den Schlußkampf bestreiten darf. Sohnemann ist der heut kommende Star Giovanni Ribisi, der schon damals etwas zurückgeblieben dreischauen durfte, weswegen das heute seine besten Rollen sind.
Der Böse in diesem Spiel (ex-Miami Vice-Star John Diehl) geht schon nach der Hälfte hopps, während der unser muskulöse Rocky-Horror-Verschnitt uns noch eine Weile nervt und alle Versuche, ihn zu killen, wegen extremer Unfähigkeit fehlschlagen.

Das ist alles wunderschön amateurhaft und ohne Sinn für Dramaturgie, Spannung oder auch nur Effekte runtergerotzt, mehrheitlich im Dreivierteldunkel abgefilmt und mit Dialogen gekrönt, die uns die Plomben raushauen können, spätestens wenn Ribisi sich angesichts des vermeintlich toten Henricksen zum braven Sohn mit Vorwürfen mausert. Da aber eh sich kaum jemand wie ein vernünftig denkender Mensch verhält, fällt das kaum auf.

Die Effekte rund um den Ripper-Stachel sind ganz nett, aber hauen keinen mehr um, der seit 1980 mal im Kino war. Dafür bekommen wir aber eine Menge schlechtes Filmblut und einen endlosen Showdown geboten, bei dem die Unlogik Triumphe feiert und die Fortsetzung gar nicht mehr angedeutet werden müßte, aber mit der Präzision eines Uhrwerks kommt.

Fazit: ein stinklangweiliges Alien-Gentechnik-Rip-Off, daß trotz großer Namen bitte unangetastet bleiben sollte, weil jeder Euro dafür verschenkt wäre. Nicht mal lustig, weil er so schlecht ist. Totalschaden. (1/10)


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