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Wes Cravens Mindripper (1995)

Eine Kritik von Jason Stillwell (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 15.02.2004, seitdem 1107 Mal gelesen


Inhalt:
Ein langhaariger Bodybuilder hat im Fernsehen zu viel HULK geguckt und rennt in einer Wüstenforschungsstation in kurzen Hosen und mit freiem Oberkörper rum. Er steht total auf Marylin Manson und macht sich auch Kontaktlinsen rein um genauso cool auszusehen. Er hat eine Menge Tricks auf Lager, z.B. sabbern, rumkreischen, Haare ausreißen, Leute aussaugen. Den ganzen Tag. Doch diese Leute lassen sich das nicht gefallen und stellen dem Mindripper eine Falle - ui!

Ok, die Story von Mindripper ist nicht originell (Typ dreht durch und macht alle tot), aber der Film weiß unfreiwillig zu unterhalten.
"Mindripper" ist cool. Erinnert vom Stil her an manche Stephen-King-Verfilmungen. Der Bösewicht ist nicht richtig böse. Die Guten sind nicht richtig gut. Die Forscher spielen Gott und wundern sich, dass ihre Kreatur sich nun rächen will. Dabei will er doch nur überleben und braucht die Hirnsubstanz. Wie niedlich. Zwischen Kreisch- und Grunzlauten hüpft er noch ein bisschen durch die Gänge und erschreckt die Forscher. Klingt billig. Ist es auch. Da kann man leider nichts beschönigen.

Doch, das Herz des bekennenden B-Film-Zuschauers macht einen jauchzenden Sprung als - tadaa - Lance Henriksen (u.a. Alien 2, Hard Target, Millenium) zu sehen ist. Er spielt einen geschiedenen Wissenschaftler, der zuhause mit seinen Kiddies Pubertätsstress hat und seinen Job gekündigt hat wegen den bösen Experimenten. Guter Mann.
Dann spielt da noch ein Allen-Ripley-Verschnitt mit, die mit Pumpgun und Taschenlampe eine auf dicke Hose macht, aber irgendwie ... neeee... dann doch lieber noch mal die "Alien"-Filme reinziehen.
Schauspielerisch liegt hier sowieso vieles im Dunkeln. Genau wie die Kulissen. Wie der ganze Film bis auf den Endk(r)ampf. Hier hat man wohl nicht nur am Strom gespart...
Gegen Ende wird noch mal versucht durch das Hinauszögern des Showdowns Spannung aufzubauen und eine Fortsetzung wird angedeutet.
Mit der heutigen Technik und der momentanen Welle an Horrorproduktionen (FvsJ, TCM, Hotd,...) wäre ein Remake mal interessant.

Eine kleine Anmerkung noch zur DVD - nicht überarbeitetes Vollbild (sieht aus wie von Videokassette abgefilmt), gekürzte Fassung trotz 18er-Freigabe, keine Tonüberarbeitung, keine Orig.-Tonspur, keine Untertitel, schlechte Kapiteleinteilung - schade! Aber ist man von L.P. ja gewohnt.

FAZIT: Kann man sich mal antun, wenn sonst nix Gescheites zu kriegen ist. Wenigstens ist er nie langweilig! Das kann man von so manchen A-Produktionen nicht behaupten. Viel Spaß bei "Mindripper".


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