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NVA (2005)

Eine Kritik von sebolon (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 06.05.2006, seitdem 244 Mal gelesen


Na dass langsam DDR-Gedächtnis-Filme langweilig werden, müsste wohl jedem schon aufgefallen sein. Bei "NVA" kommt jedoch noch erschwerend hinzu, dass er einfach zum großen Teil äußerst schwachsinnig und langweilig ist. Jedenfalls keineswegs eine lustige Komödie, wie z.B. "Sonnenallee".

Anfangen tut es ja schon bei Kim Frank, der die Hauptfigur Soldat Hendrik Heidler spielt. Er ist so unglaubwürdig und spielt so schlecht, da war wirklich seine Musik mit der Band "Echt" noch ein grandioses Feuerwerk der Popgeschichte. Er versucht ein wenig auf Tom Schilling zu machen, hat aber von Anfang an nicht das Format, diese Rolle halbwegs autentisch darzustellen. Auch einen Daniel Brühl kann er in keinsterweise das Wasser reichen. Klar, der Film ist von Leander Haußmann, der eben den Geniestreich "Sonnenallee" auf die Leinwand gezaubert hat, zugleich auch noch die sehr gute Verfilmung von "Herr Lehmann" realisiert hat. Was er sich allerdings bei der Besetzung dieses Filmes gedacht hat, wird wohl niemand so genau nachvollziehen können.
Krüger (Oliver Bröker) erinnert mich ein wenig an Privet Paula aus Full Metal Jacket. Man muss auch zugeben, dass einige Szenen mit ihm schon lustig sind, allerdings für die ganz großen Kracher hat auch er nicht das Format.
Detlef Buck spielt diesmal den Kommandeur Kalt. Er erinnert mich aber eher die ganze Zeit an einen Krebsleidenden, anstatt an einen Offizier der DDR-Armee.
Die Liebesgeschichte zwischen Hendrik und Marie (Jasmin Schwiers) kommt mir auch geklaut vor. Jedenfalls erinnert mich das sehr an "Army Go Home"...
Auch finde ich, ist die Story einfach ausgeleiert und nur auf die DDR übertragen, denn doof-trottelige Armeeführer und etwas gelangweilte Soldaten gibt es ja nun auch zur Genüge in der großen Filmhistorie...

Fazit:
Leander Haußmann hat mit "NVA" leider auf ganzer Linie nicht das erreichen können, was man eigentlich von ihm gewöhnt ist. Er hat es nicht hinbekommen, Witz in die Story zu bringen. Vielleicht liegt das auch an den amateurhaften Schauspielern. Das darf allerdings bei einem Regisser mit diesem Namen keine Ausrede sein, da ich mir sicher bin, dass er jede Besetzung an deutschen Schauspieler bekommen hätte...
"NVA" ist einfach ein unausgereifter, über lange Strecken langatmiger Abklatsch von vielen anderen Armeekomödien, der zudem noch Trittbrettfahrer des DDR-Booms ist!!

4,0/10 Punkten


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