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BloodRayne (2005)

Eine Kritik von Fabse (Bewertung des Films: 1/10)
eingetragen am 08.04.2006, seitdem 1601 Mal gelesen


Was gibt’s schöneres als Comic-Verfilmungen und dusselige Remakes? Ja, da war doch noch was,…genau: Computerspiele auf der Leinwand. Wer an fiese Filmverbrecher in Verbindung mit verfilmten Pixeln denkt, dem schießen gleich die Namen Paul W.S. Anderson und Uwe Boll durch den Schädel. Zweiterer Terror-Regisseur aus Deutschland lässt die Fans von Video- und Computergames erschaudern, wie kein anderer. Wem kommt nicht unweigerlich das Kotzen und Gruseln wenn er an die Machwerke House of the Dead und Alone in the Dark denken muss? So beliebt wie die Spiele sind, so unweigerlich verschüttet man seinen Mageninhalt beim Beglotzen der Kinoversionen. Ja, der Uwe Boll, der Mann der regelmäßig die englische Sprache vergewaltigt, bei Audiokommentaren pöbelt und lügt und uns Filme bescherte, die die Welt nicht braucht hat wieder zugeschlagen! Bei der Übertragung des Horror-Adventures „Bloodrayne“ hat uns Uwe sogar ordentlich Verstärkung mitgebracht: Neben abgehalfterten Hollywoodstars hilft auch der berüchtigte, deutsche Splatter-Proll Olaf Ittenbach mit Gore-FX aus. Und wie sieht’s mit der Geschichte aus?


Die Halbvampirdame Rayne, welche von Terminator 3- Babe Kristanna Loken dargestellt wird, ist auf dem Weg in Richtung Ben“Gandhi“ Kingsley um ihn zu zerhackstücken. Begründet liegt das Handeln der gerade aus dem Freak-Zirkus entflohenen Bratze in Form einer gemeinen Vergewaltigung ihrer Mutter durch den Oscar-Preisträger. Bevor Rayne allerdings ihren Erzeuger meucheln kann, verschlägt es sie noch in Meat Loafs Harem und in ein Kloster um Indiana Jones-Prüfungen zu bestehen. So nebenbei darf dann sogar Michelle Rodriguez getötet werden. Ach ja: Matthew Davis und Michael Madsen blamieren sich hier auch noch bis aufs Blut, ebenso wie sich auch kurz Udo Kier und Billy Zane vor die Kamera verirren. Machen wir’s kurz: Sämtliche Beteiligte an diesem Stück Dreck machen sich durch ihre unterirdischen Darbietungen im Film lächerlich. Als absoluter Tiefpunkt der Darstellerriege kann Ben Kingsley glänzen, der vom ehemaligen Charakterdarsteller scheinbar zum Steven Seagal-Double mutiert ist. Selten sah man ihn so deplaziert mit drei verschiedenen Gesichtsausdrücken chargieren.


Hier und da verspritzt man etwas Blut, reiht Szenen wahrlos aneinander, die wohl gerne einen auf Herr der Ringe machen wollen und markiert das Highlight des Streifen mit einer Sexszene in der Kristanna Loken ihre Schlauchtitten lutschen lässt und die an erotischer Inszenierung besser im neuen Rocco Siffredi-Porno aufgehoben wäre. Positiv herauszuheben ist, dass Michelle Rodriguez die Hälfte ihrer On-Screen-Einsätze das Maul hält und nicht so zu tun braucht als wenn sie je schauspielern könnte. Bloodrayne ist definitiv der neueste Asi-Kracher aus der Boll-Schmiede, der nur nicht völlig im Mülleimer landet, weil er dann doch Qualitativ den Vorgängerfilmen leicht überlegen ist. Sozusagen vergleichbar mit einer fiesen Darmerkrankung: Während House of the Dead und Alone in the Dark die Diarrhoe der ersten Leidenswoche darstellen ist Bloodrayne der erste halbwegs feste Stuhl, der in der schmierigen Unterhose landet. Freuen wir uns lieber auf die baldige DVD-Veröffentlichung in Deutschland ( Aufgrund der katastrophalen Einspielergebnisse in den USA kommt der Rotz nicht in unsere Lichtspielhäuser), die dann wieder mit einen Audiokommentar des Meisters des unfreiwillig Komischen aufwarten kann.


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