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BloodRayne (2005)

Eine Kritik von parker_posey_fan (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 06.11.2010, seitdem 132 Mal gelesen


Die meisten Filme von user aller Lieblingsregisseur Uwe Boll zeichnen sich durch 3 Aspekte aus:

* Sie sind absolut traumhaft besetzt
* Es sind oftmals Videospiel-Verfilmungen
* Sie sind total Scheiße

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber leider wird das von den meisten Boll-Hassern ignoriert. Schubladendenken hat sich eingebürgert: Boll steht auf der Hülle, alsomuss der Film Scheiße sein.

Ein Bollwerk, welches aber seinem Ruf eindeutig gerecht wird, ist der erste Teil der kontroversen Vampirsaga Bloodrayne.
In tragenden Rollen dabei sind Kristina Loken als Titelheldin, die sich nicht scheut auch mal ihre Hupen vor der Kamera auszupacken, Michael Madsen als diesmal nüchterner harter Hund, Ben "Ghandi" Kingsley als Bösewicht sowie Will "Seed" Sanderson, Udo Kier, Meat Loaf, Billy Zane, Michelle Rodriguez und Uwe Bolls alter Saufkumpan Michael Paré.
"Alle Mann an Bord der Tit(t)anic? Gut, dann Kurs auf den Eisberg nehmen und volle Kraft voraus!"

Wer soviel Geld für Gagen ausgibt, kann doch nur am falschen Ende sparen, oder?
Richtig.
Bloodrayne glänzt mit Dialogen, die wohl eine Horde Fussballspieler geschrieben haben müssen. So sinnfreies Zeug hab ich zuletzt gehört, als Ede Stoiber den Transrapid erklärt hat.

Ach ja, eine Handlung gibt's natürlich auch noch:
Eine Gruppe Vampirjäger verbündet sich mit Kristanas Bollwerken, um einen Obervampir zu erledigen, der die Weltherrschaft will. Das war's.
Die restlichen 90 Minuten reitet Kristana mit ihren Hupen von A nach B, flüchtet vor den Vampirjägern, reitet zu den Vampirjägern hin, hampelt in einem Wanderzirkus herum und lässt sich schließlich endlich poppen.
Alles immer wieder untermalt mit grottiger Musik und ständigen Zeitlupen-Szenen.
Wenigstens stimmt der Gore-Gehalt, aber die schlappe Inszenierung und die ständige Wiederholung der blutigen Szenen macht das alles zu nichte.
Man kommt sich quasi vor wie in einem Ittenbach-Film, nur mit deutlich weniger Full-Frontal-Nudity.

So eine Scheißdreck hab ich selten gesehen. Aber da ich Uwe mag und die Darstellerriege recht brauchbar ist, bin ich gewillt hier 2 von 10 Blutbeutel zu geben; allein schon, weil dieser Schwachsinn besser ist, als die ersten beiden Blade-Verwurstungen mit Wesley Snipes.
Also Bier kaufen, Kumpels einladen, Bloodrayne angucken, totlachen, DVD wegwerfen.

PS: Welche Ironie, Ittenbach war der Regisseur der Second Unit.


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