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Amos & Andrew - Zwei fast perfekte Chaoten (1993)

Eine Kritik von JasonMichealFreddy (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 20.09.2005, seitdem 468 Mal gelesen


Eher lahmer Mix aus Thriller und etwas Komödie mit Nicolas Cage und Samuel L. Jackson.

Story:
Andrew Sterling (Samuel L. Jackson) hat soeben ein Haus in einer noblen Gegen erworben. Zwei Nachbarn beobachten durchs Fenster, wie er an einer Stereoanlage rumschraubt. Sie alarmieren umgehend die Polizei - logisch, denn wenn ein Farbiger eine Stereoanlage in der Hand hat, kann er ja nur eingebrochen sein. Die Polizei um Chief Tolliver zögert auch nicht lange mit dem Einsatz ihrer Schusswaffen, es stellt sich aber dann raus, dass Sterling das Haus gehört. Um ihren Fehler zu vertuschen, schleußen sie den Kleinkriminellen Amos (Nicolas Cage) ein, damit der ins das Haus einbrechen und so tun soll, als nehme er Sterling als Geisel. Natürlich lässt Amos nicht so mit sich umspringen, also freundet er sich stattdessen nach und nach mit Sterling an und nimmt stattdessen Tolliver als Geisel. Von nun an müssen beide sehen, wie sie aus dem Schlamassel wieder heil rauskommen...

Der Untertitel "Zwei Fast Perfekte Chaoten" der deutschen Fassung ist im Grunde genommen Etikettenschwindel. es lässt den Zuschauer nämlich vermuten, ein Buddymovie mit reichlich Humor und Action zu sehen. Dies ist aber überhaupt nicht der Fall. Der Humor hält sich stark in Grenzen, eigentlich sind es nur 3-4 gute Gags, der Rest ist eher ernst. Auch mit der Action sieht es nicht so gut aus, es gibt zwar Schießereien, aber nur am Rande, ansonsten wurde der Film als Thriller konzipiert, mit einigen gesellschaftskritischen Kommentaren bezüglich Rassismus.

Genau da liegt auch das Problem, denn obwohl die Story Potential hat, wurde viel zu wenig draus gemacht. Die Film schleppt sich so von Szene zu Szene, ohne dass das Geschehen wirklich auf einen Höhepunkt zusteuern wurde. Immer wieder gibt es langweilige, nichtssagende Szenen, in denen viel geredet, aber nichts gesagt wird (die Urzeitkrebse...). Die Spannung bleibt so natürlich auf der Strecke und das ist für einen Thriller gar nicht gut.

Punktabzüge gibt's desweiteren für die mehr schlecht als rechte Synchro. Die Stimmen, sowohl für Cage als auch für Jackson, sind absolut unpassend. Zudem wahrscheinlich auch noch einige Jokes, die im Original noch vorhanden waren, durch die Übersetzung verloren gingen. Überhaupt wirken die Dialoge ein wenig lustlos heruntergesprochen.

Fazit: Eine (Action)Komödie ist der Film mit Sicherheit nicht, aber auch als Thriller taugt er nicht wirklich viel. Schade eigentlich, da wäre definitiv mehr drin gewesen. So bleibt's leider bei Mittelmaß, dass man sich zwar ansehen kann, aber auch nichts verpasst, wenn man's nicht tut.

5 von 10 Punkten


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