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Beverly Hillbillies sind los, Die (1993)

Eine Kritik von MäcFly (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 11.08.2005, seitdem 342 Mal gelesen


Asoziale Familie siedelt sich durch Zufall in einem Nobelviertel und macht den Leuten dort das Leben zur Hölle – kennt man das nicht irgendwo her? Richtig! 1986 schickten die Holländer die legendären „Flodders“ zu reichen Nachbarn, sieben Jahre später tut es ihnen Hollywood gleich.

Dafür, dass „Die Beverly Hillbillies sind los“ kein offizielles Remake ist, sind die Parallelen verblüffend, um nicht zu sagen: Die Autoren klauten schamlos. Von der Zusammensetzung der Familie (blonde, vollbusige Tochter, dummer Sohn, die Oma könnte auch Mama Flodder sein und sogar ein Hund ist mit dabei) bis hin zum Storyverlauf ist das alles aus den „Flodders“ bekannt, mit dem Unterschied, dass die Qualitäten des Vorbilds nicht erreicht werden, was vor allem am billig-slapstickhaften Humor liegt. Zwar sind manche Einfälle schon ganz komisch, werden aber von recht dilettantischen Darstellern wieder zunichte gemacht. Diedrich Bader in der Rolle des Sohns möchte man beispielsweise bei jedem Auftritt erschießen, weil er einfach jede seiner Szenen durch Overacting der allerübelsten Sorte versaut und zu allem Überfluss auch noch die schlimmste Synchronstimme, die man sich nur vorstellen kann, verpasst bekam. Lea Thompson kann als Heiratsschwindlerin noch halbwegs überzeugen, im Gegensatz zu Ex-Playmate Erika Eleniak, deren obligatorischer Oben-Ohne-Auftritt hier leider ausbleibt. ;)
Da können die Charaktere nicht gerade Sympathien wecken, sodass es einem eigentlich scheißegal ist, ob die chaotischen Hinterwäldler jetzt übers Ohr gehauen werden oder nicht. Natürlich will das alles bemüht anarchisch und politisch inkorrekt sein, aber dazu gehört einiges mehr, als einmal ein Seitenhieb auf den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton und einige Fäkalwitze.

Zwar gibt es ein paar weitaus schlimmere Genrevertreter als „Die Beverly Hillbillies sind los“, aber letzten Endes verfehlt die Pseudo-Satire, die mehr eine Klamotte geworden ist, ihr Ziel doch bei weitem. Und bei dem einen oder anderen Darsteller muss man sich wirklich wundern, dass danach überhaupt noch Rollenangebote kamen…


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