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Schuß im Dunkeln, Ein (1964)
Eine Kritik von dreamlandnoize (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 26.08.2006, seitdem 789 Mal gelesen
In der Villa von Millionär Monsieur Balls (George Sanders) wird im Zimmer von Hausmädchen Maria (ganz schnuckelig: Elke Sommer) ihr Liebhaber ermordet aufgefunden. Obwohl alle Indizien gegen Maria sprechen, entschließt sich Inspektor Clouseau (Peter Sellers) die Hauptverdächtige laufen zu lassen. Doch danach passieren weitere Morde, bei denen Maria immer wieder als Täterin im Mittelpunkt zu stehen scheint...
"Ein Schuss im Dunkeln" kam ein Jahr nach "Der rosarote Panther" in die Kinos und war diesmal deutlich mehr auf Clouseau und seine Slapstick-Einlagen zugeschnitten.
Endlich wurden auch die Figuren von Komissar Dreyfus (Herbert Lom) und Clouseaus Trainings-Partner Cato (Burt Kwouk) eingeführt. Lom spielt seine Rolle ab diesem Film schon absolut brillant. Das Augenzucken vermehrt sich ansteigend über die Spielfilm-Länge, bis er zum Ende hingegen komplett den Verstand verliert und austickt.
Allerdings kommt Sidekick Cato noch nicht richtig zur Geltung. Man muss diese "Cato-Szenen" eigentlich schon als ziemlich lau bezeichnen, wenn man sie mit späteren Werken vergleicht. Außer Kampf-Schreie, ein wenig Würgen und Faustgerangel ist da noch nichts wirklich lustiges dabei.
Der heimliche Star ist jedoch Clouseaus Assistent Hercules (Grapham Stark), der leider hier zum letzten Mal dabei war. Man könnte sich in den Dialogen kaputt lachen, die Clouseau mit ihm über Fakten der Geschehnisse abhält. Clouseau, über beide Ohren in Maria verliebt, labert konsequent Bullshit, so dass sich alles widerspricht was er zum besten gibt, nur um Maria den Rücken damit frei zuhalten.
Elke Sommer spielt ihre Rolle so bezaubernd erotisch und gleichzeitig blond dämlich blöd, dass man sich schwer von ihr losreißen kann.
Ansonsten wird die Story ziemlich spannend zwischen den ganzen Slapstick-Einlagen erzählt. Später kommt noch ein unbekannter Killer ins Spiel, der Closeau um die Ecke bringen will, aber bei jedem Versuch kläglich scheitert und es dabei immer einen anderen erwischt. Der Score in diesen Szenen ist für dieses Alter beachtlich gut ausgefallen.
Ein Evergreen wird wohl die sich ständig wiederholende Szene sein, bei der Clouseau, verkleidet als irgendetwas, immer wieder mit der Polizei-Eskorte abgeführt wird.
Das Finale fällt dann noch etwas grotesker als im Vorgänger aus und will nicht wirklich gefallen. Da hat man doch zu viel des Guten auf die Tube gedrückt und schmälert etwas das Gesamt-Seh-Vergnügen.
Ansonsten muss man diesen Film gesehen haben. Es gab niemals einen dämlicheren, dabei ernst wirkenden, Charakter als Clouseau, der, egal was er anpackt, im absoluten Chaos ausartet.
"Ein Schuss im Dunkeln" ist nicht der beste Teil der Reihe, aber ein Top-Film zum in die Hose pissen.
9/10
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