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Walk the Line (2005)
Eine Kritik von George Kochkessel (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 05.02.2006, seitdem 561 Mal gelesen
"The taste of love is sweet,
when hearts like ours meet."
Es ist so eine Sache mit den Bio-Pics. "Walk The Line" ist ohne Zweifel großartig gespielt und bietet jede Menge fantastische Musik, aber so richtig Spannung kommt im bewegten Leben Johnny Cash´s leider nicht auf.
Da sind die üblichen Zutaten: Stress mit dem Papa, ein frühes Verlusterlebnis, das Nicht-Fertig-Werden mit dem Ruhm, gefolgt von zerstörerischer Drogensucht und dem rettenden Engel (Reese Witherspoon als June Carter), der dem Protagonisten zu einer zweiten Chance verhilft.
Der Film endet (und beginnt) mit Cash´s berühmtem Konzert im Gefängnis von Folsom und blendet somit leider, leider, wie auch schon "Ray", einen Großteil der "Karriere" der Hauptfigur aus.
Und so will das Großartige an der Figur Johnny Cash einfach nicht durchschimmern, obschon sich Joaquin Phoenix wirklich völlig mit seinem Part zu identifizieren scheint und die Tatsache Anerkennung verdient, dass man die beiden Hauptdarsteller live hat singen lassen und damit einige eindrucksvolle Performances von Cash´s
bekanntesten Songs geboten bekommt.
Was bleibt, ist die Geschichte einer großen Liebe, eingebettet in die Blaupause einer klassischen Rock´n´Roller-Biographie. Und es wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Oscar für Phoenix rausspringen, und der große Philip Seymour Hoffman wird traurig in die Röhre gucken.
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