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Walk the Line (2005)

Eine Kritik von Frodo1 (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 26.02.2006, seitdem 549 Mal gelesen


Also dieser Film ist wirlich toll!
Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon geben meines Erachtens ihre bislang beste Leistung ihrer Karriere ab. Zudem singen sie alle Songs selber! Das spricht schon für sich.
Schon immer habe ich das Talent in Joaquin (8mm,Gladiator,Signs) gesehen. (übrigens war der versorbene River Phoenix sein Bruder, der ebenfalls ein begnadeter Schauspieler war) Er spielt den Countrysänger Johnny Cash so real als würde man meinen er steht vor einem. Mit einer ungeheuren Intensität, Leidenschaft und Genauigkeit zeigt er das Porträt eines genialen Musikers. Er zeigt dessen dunkle, zerstörerische sowie seine gute und sanfte Seite eindrucksvoll. In der Mitte seiner Karriere fällt er in eine depressive Alkohol und Drogensucht und nur mit Unterstützung von Sängerin June Carter (Reese Witherspoon) rafft er sich wieder auf und gibt anschliessend im Folsom Prison einer seiner denkwürdigsten Auftritte.
Reese Witherspoon etabliert sich nach diesem Film endgültig als geniale Charakterdarstellerin. Sie spielt June Carter, eine starke, selbstbewusste Frau mit einer wunderbaren Stimme. Am Schluss kann sie sich endlich entscheiden und wird die Frau von Johnny Cash. Auch sie kann mehr als stolz sein auf Ihre Leistung.
Regisseur James Mangold (Cop Land, Identität) hat hier ein Stoff gefunden den er vollkommen beherscht und sein ganzes Talent zur Entfaltung bringt. Nie Kitschig, langatmig oder aufgesetzt, immer ganz nah an der Realität wie die Countrymusik selber.
Klar, die Erzählweise ist schlicht und einfach gehalten und auch nicht neu aber genau das macht den Film auch so stark! Weniger ist manchmal einfach mehr. Walk the Line ist sehr ruhig und ernsthaft inszeniert und holt aus dem Drehbuch wirklich alles raus. Untersützt wird alles von einem kongenialen Soundtrack mit Countrykassikern wie Walk the Line oder Ring of Fire die wie gesagt von den Akteuren persöhnlich gesungen werden.

Angefangen beim genialen Vorspann bis zum versöhnenden Schluss bei dem Johnny versucht June zu überreden seine Frau zu werden gehört das Wek zu den ganz grossen Musikbiographien der Filmgschichte. 10/10


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