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Fog - Nebel des Grauens, The (2005)

Eine Kritik von Tyrant16 (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 26.12.2005, seitdem 979 Mal gelesen


Und wieder eine Remake eines Horror - Klassikers. Man braucht wohl niemandem mehr zu erzählen das "The Fog" aus der Feder von Altmeister John Carpenter stammt, der auch hier mit seiner bevorzugten Muse Jamie Lee Curtis und gestandenen Schauspielern wie Hal Holbrock oder Adrienne Barbeau zusammenarbeiten konnte.
Man kann sicher nicht generalisieren, dass alle Remakes mißlingen ( Ausnahme z.Bsp. Dawn of the Dead von Zack Snyder) aber meistens reichen sie schon nicht an das Orginal heran. Vor allem wenn man Carpenters oft eigenwillige Inszenierungsart, die seinen Filmen dann meistens das gewisse Extra verliehen hat, in Betracht zieht, kann man sich begründeter Skepsis nicht erwehren.
Und leider im Endeffekt völlig zurecht.
Inhalt: Inhaltlich gibt es keine wesentlichen Veränderungen. Die Bewohner von Antonio Bay locken ein Schiff von Leprakranken mit falschen Leuchtfeuern in die Felsen und lassen sie 1871 sterben. 100 Jahre später wollen die untoten Seeleute Rache und dezimieren geschützt von einem geheimnisvollen Nebel die Nachfahren der Ortsbewohner recht zügig.
Kritik: Carpenters Film stellte ohne Frage eine gehaltvolle Horror - Lagerfeuergeschichte dar, wie ironisch im Orginal ja auch angedeutet.
Durch einige völlig unsinnige Neuerungen bleibt das Remake ein blutleeres, überflüssiges Stück Zelluloid. Setzte Carpenter noch auf gute, erfahrene Darsteller, verkommt das Remake zum 1000-en Teeniehorrorfilm mir zwar gutaussehenden aber blassen Darstellern. Die üblichen 4-5 Schockeffekte und man hat die übliche Dutzendware unserer Zeit. Diese Verjüngung aller Rollen macht schlicht und ergreifend keinen Sinn, da es völlig gegen die Anlage der Rolle verstößt. Ein 25jähriger Kapitän eines Charterbootes?? Tom Welling und Maggie Grace passen mit Sicherheit sehr gut in ihre Serienrollen, die ja langfristig extra für sie konzipiert wurden, sind hier aber aufgrund fehlenden darstellerischen Könnens und mangels Charisma schlicht überfordert, zumal sie vom schwachen Regisseur eigentlich nie richtig in Szene gesetzt werden.
Die vom Orginal abweichende und völlig idiotische Dreiecksgeschichte zwischen Castle, Stevie und Elisabeth sollte wohl als Soap Opera Element integriert werden, ermüdet aber durch die einfallslose Inszenierung und Unpassenheit (Zufälle gibts!?!) sichtlich.
Positiv zu vermerken sind einige nette Effekte (tote Seeleute), einige Schocks und das wars dann auch schon wieder - einfach zu wenig für einen guten Horrorfilm der heutigen Zeit.
PS: Das Carpenter als Produzent die zum Teil abstrusen Änderungen mitmachte zeigt, dass es ihm wahrscheinlich doch, wie vielfach postuliert, nur auf die Tantiemen ankam.


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