Ansicht eines Reviews

Fog - Nebel des Grauens, The (2005)

Eine Kritik von enemy (Bewertung des Films: 1/10)
eingetragen am 22.06.2006, seitdem 532 Mal gelesen


Das die Neuverfilmung von John Carpenters "Nebel des Grauens" wohl kaum das Original sprengen wird, war ja wohl von vornherein klar. Carpenters Film bestach durch eine zittrige Atmosphäre und jede Menge Spannung, welche gekonnt von Anfang bis Ende durchgezogen wurde. Aber amn soll auch ein Remake nicht gleich verdammen, immerhin gibt es in der aktuellen Remake-Welle auch kleine Sternchen. So hat zum Beispiel Alexandre Aja mit "The Hills Have Eyes" bewiesen, dass auch ein Remake funktionieren kann. Rupert Wainwrights Film könnte ja auch zu den positiven Beiträgen gehören.

Die Story ist grob die selbe. Das Inselstädtchen Antonia Bay wird plötzlich von einer dichten Nebelbank eingehüllt und diverse Protagonisten versuchen sich gegen rachesuchende Geister zu wehren, während sie dabei dem Geheimnis der gesamten Gemeinde auf die Spur kommen. Eine Menge Feinheiten wurden allerdings geändert. Ob es auch zum Konzept gehört, Spannung und Atmosphäre vollständig zu subtrahieren, kann ich nicht sagen. Doch die Inszenierung ist grottig. Ein komplett austauschbarer Cast schiebt sich durch schlechten CGI-Nebel und eine vor sich hinplätschernde Geschichte, wie es inspirationsloser nicht sein könnte. Jede Schockszene ist so vorhersehbar, dass es schon an Frechheit grenzt. Als Zuschauer ist man absolut unverbunden zum Geschehen, da weder Tom Welling oder Maggie Grace noch Selma Blair ihren Figuren wirklich Leben einhauchen können. Außerdem ist das Verhalten der Charaktere manchmal hirnrissig blöd, was die Nähe zu ihnen nicht gerade wachsen lässt.
Von der Beklemmtheit des Carpenter-Originals ist nichts mehr übrig. Adrienne Barbeau war als Stevie Wayne damals in ihrem Radio-Leuchtturm eingesperrt und dem Bösen hilflos ausgeliefert, mit ihrer Angst wurde gespielt und der Zuschauer konnte mitfiebern. Selma Blair hingegen rennt durch die Stadt, um Sohnemann zu retten. Auch das Finale in der Kirche (im Remake jetzt die Stadthalle) war ein beklemmendes Ereignis, dass vor Spannung nur so triefte. Das Remake erreicht dieses Niveau nicht einmal annähernd.
Man kämpft sich also als Zuschauer durch 95 Minuten langweilige und unlogische Handlung, bis man zum noch langweiligeren Ende kommt, das mehr Fragen aufwirft als beantwortet, wenn es denn überhaupt welche beantwortet. Nichts als Zeitverschwendung. Da hilft auch der recht gute Score von Graeme Revell nichts.

"The Fog" schafft gar nichts. Hier wird so ziemlich alles verkehrt gemacht, was man nur verkehrt machen kann. Aber auch das wird Hollywood nicht davon abhalten, solche Fehler in Zukunft nicht weiter zu machen, solange man noch etwas daran verdienen kann.

2 von 15 Punkten (=5)


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "enemy" lesen? Oder ein anderes Review zu "Fog - Nebel des Grauens, The (2005)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von enemy

Zurück





Copyright © 1999-2012 KI Media GbR
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

318 Besucher online





Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Paranormal Investigations 3 (2009)
Weiße Hai, Der (1975)
Hellraiser III - Hell on Earth (1992)
Gesetz der Rache (2009)
Hong Kong Ghost Stories (2011)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich