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Fog - Nebel des Grauens, The (2005)

Eine Kritik von ---
eingetragen am 16.08.2006, seitdem 258 Mal gelesen


Für gewöhnlich neige ich nicht sehr dazu

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Um ehrlich zu sein, hatte ich nicht erwartet, einen derart schlechten Film von Rupert Wainwright (Stigmata) vorgesetzt zu bekommen ... der Film wirkt, als sei er nie richtig fertig geworden - der Anfang zu zahm (oder auch zu lahm), der Mittelteil zu konfus - hier sind eindeutig zu viele Ungereimtheiten mit im Spiel -, das Ende ist albern bis hanebüchen.
Und das schlimmste: Dieser Film gruselt nicht eine Sekunde, eine Todsünde bei einem vermeintlichen "Horror"-Film.
Nun, das Original war - was den Horror angeht - auch nicht gerade der Reisser, aber es war zumindest spannend und hatte etwas, was dem Remake fehlt: Atmosphäre, Stimmung, und Darsteller in adäquatem Alter. Beim Remake hat man den Cast meiner Meinung nach zu jung besetzt. Und hier zeigt sich auch wieder, das Serien"stars" nicht unbedingt auch einen abendfüllenden Spielfilm tragen können. Sowohl Tom Welling (Smallville) als auch Maggie Grace (Lost) sind eindeutig zu untalentiert um glaubwürdig zu wirken. Beide hampeln durch die Story wie Anfänger. Teils scheint es, als seien sie völlig unmotiviert und spulen lediglich ihr mehr als mageres Repertoire ab. Und auch Selma Blair ist hier viel zu jung, um glaubwürdig die Mutter eines 8-10-jährigen Jungen und Betreiberin einer eigenen Radiostation zu geben.
 
Den Spezialeffekten sieht man ihre Künstlichkeit leider nur allzu deutlich an. Selten war Nebel ausdrucksloser und "un"gruseliger in Szene gesetzt worden (da schaudert es mich ja fast bei den alten Edgar-Wallace-Verfilmungen noch mehr), und die Masken der "Geister" könnten direkt aus einer Schulaufführung stammen.
Ehrlich gefragt: Wo sind die 28 Mio. Dollar geblieben, die dieser Film gekostet hat? Ein sehr schönes Beispiel dafür, dass Masse eben nicht alles ist, es bedarf eher Kreativität und Engagement seitens der Macher.
Vielleicht hat man sich zu sehr darauf verlassen, dass John Carpenter hier das Drehbuch in seiner neuen Form abgesegnet hat - dabei hat der alte Fuchs wohl nur all zu deutlich gesehen, das dieser Film kalter Kaffee wird. Oder er brauchte das Geld, für eines seiner eigenen Filmprojekte ...
 
Niemand wird mir wiedersprechen wollen wenn ich sage, dass "The Fog" (das Original) ein klassischer B-Movie ist, mit all den positiven Eigenschaften, die die Herstellungsweise eines solchen Films mitbringt (Kreativität, Intuition, Improvisation, Mut) plus den oben von mir beschriebenen. Das Remake hingegen ist ein hochgestylter C-Movie. Es sieht teuer aus, ist aber überaus billig, austauschbar und beliebig in seiner Wirkung.

fonu


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