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Fog - Nebel des Grauens, The (2005)

Eine Kritik von Onkel (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 30.10.2006, seitdem 399 Mal gelesen


Ich stehe Remakes nun wahrlich nicht von Beginn an abgeneigt gegenüber, aber Rupert Wainwrights Neuauflage des Carpenter-Klassikers "The Fog" kann beim besten Willen keine Bäume ausreißen. Ja in Teilen ist er gar auch ziemlich mißlungen.

Auf der Habenseite kann Wainwrights Version des Nebelhorrors immerhin seine recht gelungene Technik aufweisen. Sicher, ein neuer Regiegott ist Rupert Wainwright beileibe nicht, einige durchaus atmosphärische Einstellungen, so z.B. während der Strandgut-Szenen, sowie insgesamt passable CGI-Tricks sorgen zumindest in technischer Hinsicht für eine Erfüllung des Solls. Über mehr als eine Erfüllung des Mindest-Solls kommen desweiteren auch die unbekannten Jungdarsteller nicht hinaus. Interessante Charaktere sucht man hier einmal mehr vergebens, ebenso echtes Talent. Eben der typische Horrorfilm des neuen Jahrtausends und defintiv kein Vergleich zum Jamie Lee Curtis-gewappneten Carpenter-Original!

Soviel zu den positiven - oder sagen wir besser mal nicht total negativen- Seiten vom "Fog"-Remake. Das Hauptproblem des Films ist schlicht, dass er als Einheit nicht wirklich funktionieren will. Spannung kommt kaum auf, die Action- und Gruselszenen fallen stattdessen eher kurz aus und wirken nicht selten unausgereift, gern mal unlogisch und darüberhinaus auch unnötig. Bestes Beispiel hierfür ist das ausgedehnte Abfackeln des Seuchenkahns, das die Handlung nicht vorranbringt und eher Atmosphäre raubt als Geheminsvolles kreiert. Aber Action muss ja anscheinend unbedingt sein heutzutage, auch im Horrorfilm...
Abgesehen vom ziemlich bescheuerten Ende stellen sich auch andere logik-bezogene Fragen: Warum z.B. metzeln die Nebelgeister erst alles und jeden nieder, selektieren später ihre Opfer jedoch sehr genau? Man weiss es nicht. Wenn dabei doch wenigstens die bedrückende Weniger-ist-mehr-Atmosphäre des fast 30 jahre alten Originals aufkommen würde! Dem ist leider nicht so, der 2005er-"The Fog" ist dafür einfach zu sehr moderner Teenie-Horrorfilm als dass dies gelingen könnte - und ein in allen Belangen nicht wirklich überzeugener noch dazu.

Fazit: Gegenüber dem Original nicht der Rede wert. Zwar gibts als "Ausgleich" mehr (manchmal wie ich finde sehr übertriebene) Gewalt und den ein oder anderen netten CGI-Trick, diese Punkte können aber die meist fehlende Spannung und das ingesamt ausausgegorene Erscheinungsbild nicht vergessen machen. Nur für Komplettisten einen Blick wert!


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