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Pterodactyl - Urschrei der Gewalt (2005)

Eine Kritik von GhostShit (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 12.01.2006, seitdem 542 Mal gelesen


PTERODACTYL – Urschrei der Gewalt… Oh Mann, ich find’s ja langsam selber lustig, was für hirnverbrühte Filme mich immer wieder aufs Neue wie magisch anziehen.
Und in einer der Hauptrollen frei nach dem Motto „Every Good Movie Needs a Gangster Rapper!“: Coolio.
Also, dass PTERODACTYL einfach nur hundsmiserabel und schweine-dämlich sein kann, dürfte doch selbst einem einäugigen Blinden auf den ersten Blick auffallen, hat mich aber irgendwie nicht davon abhalten können, mir das Teil mit nach Hause zu nehmen.

Die Story:
Ein amerikanisches Forscherteam, bestehend aus einer Meckerziege, zwei Star Trek-Hirnis und einem heimlichen Liebespärchen, das natürlich erst im Showdown zu einander findet, macht an der türkisch-armenischen Grenze Off-Road-Urlaub zum fröhlichen Fossilien sammeln.
Was die Truppe hier erwartet, übersteig aber ihren Horizont:
In einem Berg haben eine handvoll prähistorische Flugsaurier den Urknall, die Eiszeit und den kalten Krieg überwintert, welche es, nun frisch erwacht, wieder auf die Jagd nach Essbarem zieht.
Eine Spezialeinheit der US-Army steht den Archäologen tatkräftig zur Seite…

„Archäologen“ – Mhm.
„Flugsaurier“ – Aha, schon klar.
„Coolio“ – Okay, ich verzieh’ mich…
Mit PTERODACTYL haben wir es wie erwartet mit einem seltendümmlichen Saurier-Horror auf B-Movie-Niveau zu tun:
Die Handlung ist vorhersehbar, total beknackt und voller Sinn- und Logiklöcher, was für diese Art von Film aber eigentlich ziemlich „normal“ ist und nicht zwangsweise zur Katastrophe führt.
Wenn nun aber noch Spannung, innovative Ideen und vernünftiger Action ausbleiben, dann steht man, insofern man sich diesen Schund mit nach Hause genommen hat und gern einen netten Fernsehabend verleben möchte, vor einem echten Problem, denn mehr als eine anspruchslose Story, viele unterirdische Darsteller und viel Dämlichkeit zum an den Kopf fassen bekommt man hier einfach nicht geboten…

…es sei denn, man kann sich für mega-trashige, absolut vorsintflutliche CGI-Monster begeistern, den genau solche schwirren hier in rauen Mengen durch die Lüfte.
Um euch die Situation ein klein wenig anschaulicher zu machen:
Sieht man den kompletten Flugosaurier, dann stammt er aus dem Computer und ist ungefähr auf „Homer³ “-Niveau (ich hoffe, ihr könnt mit dem Vergleich was anfangen…). Vergleiche zu „Jurassic Park“ aufzustellen, kommen freilich einem schlechten Witz gleich, denn selbst Garfield und Scoobie-Doo kommen in ihren Realfilmen „lebensechter“ rüber als die Viecher hier…
Sieht man nur einen Teil des Sauriers, z.B. nur den Kopf oder den Fuß, kommen maßlos plumpe Latex-Attrappen zum Einsatz, die man sich wahrscheinlich von den „Dinos“ ausgeliehen hat (ich hoffe, ihr könnt euch noch an diese Serie erinnern…).
Langer Rede kurzer Sinn: Die FX sind allesamt so grottig, so mies und unrealistisch, dass sie auf irgendeine unerklärliche Weise schon wieder Spaß machen.

Ob nun die untalentierten B-Movie-Akteure, die angehalten sind, möglichst theatralisch vor erst im Nachhinein eingefügten Flugechsen in Deckung zu gehen, oder die zwei-drei Splatter-Einlagen, die sich qualitativ auf eben diesem Niveau befinden, witziger sind, ist schwer zu sagen.
Klar ist aber, dass die beißende Langeweile, die den Film von Sekunde 1 an beherrscht, den unfreiwilligen Humor leider im Keim erstickt, weshalb man sich schon Mühe geben muss, um hier noch was zu Lachen zu haben.

Fazit:
Lahmer, katastrophal dämlicher Saurier-Horror mit haarsträubend schlechten Effekten.
Wer also bereits „Dr. Chopper“, „Skeleton Man“ oder anderen unterirdischen B-Horror-Erzeugnissen wegen ihrer übertriebenen Blödheit etwas abgewinnen konnte, kann schon mal einen vorsichtigen Blick riskieren.
Wer aber mehr als einen absoluten Scheißfilm erwartet, sollte tunlichst die Finger hiervon lassen…


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