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Vernetzt - Johnny Mnemonic (1995)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 23.12.2011, seitdem 146 Mal gelesen


Zukunft im Jahre 2021: Es gibt Kuriere, die mittels Gehirnchips Daten speichern und von einem Kunden zum nächsten bringen können. So einer ist auch Johnny. Doch er zahlt dafür auch einen Preis und weiß nichts mehr von seiner Kindheit. Bei seinem neusten Job geht jedoch was schief: Die Daten sind in seinem Gehirn, jedoch zu viel. Er würde innert 24 Stunden sterben. Von seinem Boss verraten, von einer Kämpferin unterstützt, von der Yakuza und sonstigen Killern gejagt, zieht sich die Schlinge um seinen Kopf immer fester, und jeder ist sprichwörtlich hinter diesem her.

High Tech Konzerne gegen Lowtech Rebellen und dazwischen Neo als Datenkurier mit Overload Festplatte. Nicht nur die Story des Films ist etwas konfus, sondern auch das Endergebnis selber ist ein wenig wirr erzählt. So können sich Menschen in der Zukunft, obwohl wir gerade mal das Jahr 2021 schreiben, mal locker Speicherplatten ins Kleinhirn  transplantieren und auch genetische Updates inklusive allerlei Spielchen in den Körper implantieren (bionisch nennt man das dann wohl glaube ich). Blöd nur wenn die schädelinterne Platte gerade mal schlappe 160GB (sogar schon mit Power Up upgelevelt) und die zu transportierende Datei eben 320GB umfaßt, was beim Chauffeur berechtigterweise zu Kopfschmerzen führt.
Das Thema Cyber-Endzeit ist 1995 noch relativ neu und auch unverbraucht insofern vermag Johnny Mnemonic schon eingermaßen zu unterhalten, auch wenn die verwendeten Computergrafiken locker von jeder Playstation 1 geschlagen werden würden. Reeves gibt den wandelnden USB-Stick gewohnt hölzern und zusammen mit seiner Anzugtragerei schien das für ihn mehr ein Probelauf für die Matrix Filme gewesen zu sein, gegen die Mnemonic natürlich nicht anstinken kann. Der lange und steinige Weg zur Rettung wird zwar recht spannend dargeboten, ist aber noch lange kein Megablockbuster.
Mit den Darstellern kann man durchaus zufrieden sein, den meisten Spaß an der Sache hatte wohl Dolph Lundgren der hier als Moses-Matte-tragender Hallejuja Jünger den killenden Cyborg geben darf. Der Cast ist dabei eigentlich auch wunderbar international zusammengesetzt, Takeshi Kitano sehe ich immer gerne, ebenso Udo Kier, auch Ice-T ist brauchbar und schon haben wir eine Multikulti Truppe aus Japan, USA, Schweden und nicht zu vergessen mit Reeves noch einen gebürtigen Libanesen, gebt dem Film gefälligst auch einen Integrationsbambi.
6/10 


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