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Muttertag (1980)

Eine Kritik von Mr. Hankey (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 10.06.2004, seitdem 598 Mal gelesen


Ja ja! Die berühmt-berüchtigten Kaufman-Brüder Charles und Lloyd, zusammen mit ihrem Partner Michael Herz, haben schon eine leicht sadistische Ader, die sie schon des Öfteren in ihren Trash-Granaten verarbeitet haben. Das Label "Troma" ist schon längst eines der absoluten Kultlabel, welches sich eigentlich ausschließlich dem brutalen Trash-Film verschrieben hat. Während die prüden Cineasten, über so viel "gepflegte Scheiße auf Celluloid", nur den Kopf schütteln, jubeln die munteren Fans des Genres bei jedem Film, den die drei Filmemacher zu verantworten haben. Mit "Muttertag" haben wir hier eine weitere, höchst unterhaltsame, Trashgranate, die die unterdrückte sadistische Ader, die wohl in jedem Horror-Fan irgendwo steckt, dieses mal nur so verwöhnt!

Die Geschichte zu "Muttertag" ist schon einmal purer Schnickschnack. Es geht um eine sadistische, total durchgeknallte, ältere Dame, die, zusammen mit ihren zwei verkommenen Söhnen, in einem Haus, mitten im Nirgendwo, lebt. Und diese beiden Söhne "verwöhnen" ihre Mutter mit gar schändlichen Taten, die sie verirrten Tourristen, vor der Mutter Augen, antun. Bis sich zwei Fast-Opfer zur Wehr setzen. Spätestens wenn man diese Inhaltsangabe durchgelesen hat weiß man, worauf man sich eingelassen hat! Völlig gaga und voll gestopft mit allerhand grenzdebilen Handlungen, dürften Troma-Fans aus dem Grölen nicht heraus kommen!

Dabei werden einem die Opfer gleich zum Anfang hin so unsympathisch gemacht, dass sie einem eigentlich kaum Leid tun dürften. Ja man ertappt sich sogar dabei, wie man die zwei Brutalo-Brüder noch anfeuern möchte, obwohl man diese "Lieblingstätigkeit der Splatter-Kiddies" doch eigentlich verachtet!
Danach darf man Ed und Ike munter dabei zusehen, wie sie eines ihrer Opfer quälen und man hat immer noch das mulmige Gefühl im Magen, dass man sich hier eigentlich gerade ein höchst verachtenswertes Werk anschaut und man aber trotzdem irgendwie gerne weiter zuschaut! Wenn die Brüder dann aber zum Ende hin ihre gerechte Strafe abbekommen, welche natürlich nicht minder sadistisch von statten geht, ist man dann doch froh, wenn diese beiden "braven Jungs" (Zitat der Mutter), zusammen mit ihrer "erziehungsberichtigen Person", endlich den Löffel abgegeben haben.

Die Inszenierung des Ganzen ist dabei natürlich wieder einmal gepflegt dilettantisch geworden. Da wäre vor allem die total billig wirkende Musik, bei der ein John Carpenter wohl gepflegt den Mittelfinger erheben würde. Dann gibt es zwischendurch natürlich jede Menge dusselige, grenzdebile, aber zum brüllen komische Dialoge, vor allem von Muttern, und einige extrem heftige Blut- und Gore-Effekte. Alles in "gehobener" Troma-Qualität!

Was die Schauspieler angeht, gibt es natürlich auch hier herrlich schräge "Schauspielerleistungen" zu begutachten. Herausstechend ist dabei vor allem Rose Ross als sadistisches skrupelloses Mütterlein!
Die Söhne Ed und Ike werden zudem von zwei wirklich schrägen "Schauspielern" dargestellt, die besser kaum hätten besetzt werden können! Gut gecastet Troma!

Fazit: Brutales und sadistisches, dabei aber trotzdem irgendwie höchst unterhaltsames Trash-Filmchen, wie es Fans des Genres nur so vergöttern dürften. Nichts für diejenigen, die immer nur auf Anspruch und Sinn pochen oder gar diejenigen, die übertriebene Gewalt in Filmen verabscheuen. Wer es aber schafft, sich einmal wirklich voll und ganz auf gewollten Schwachsinn einzulassen, alle Moralgedanken über Bord zu werfen und sich dabei nicht scheut, seine sadistischen Ader mal zum Schlagen zu bringen, der wird sich an diesem Werk hier sicher erfreuen können.


Wertung: 7/10


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