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City Hunter - Magnum with Love and Fate (1989)

Eine Kritik von Sir Jay (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 14.10.2005, seitdem 291 Mal gelesen


Nach dem erfolgreichen Anime (1987), der auf dem erfolgreichen Manga (1985) basierte, musste nun auch ein großer Anime-Spielfilm her. Zwar dauert dieser nur 87min, doch man wird in dieser Zeitspanne köstlich amüsiert, mit allen Elementen, die das City Hunter Universum zu bieten hat!

Nina Shutenberg, ist eine erfolgreiche Klavierspielerin, die nun Japan besucht, um dort in einem Charity-Konzert zu spielen. Doch sie ist nicht nur aus geschäftlichen Gründen dort. Sie hatte erfahren, dass ihr totgeblauter Vater in Wirklichkeit noch lebt, und sich in Japan/Tokyo aufhält. Diesen möchte sie natürlich unbedingt finden! Und da hört sich von einem gewissen, talentierten Privatdetektiv, der für solche Jobs mehr als geeignet ist, und dieser ist kein anderer als Ryo Saeba, Tokyos Womanzier Nummer 1.
Den einzigen Hinweis, den Nina hat, ist ein Anhänger, auf dem die Anfangsbuchstaben des Namens ihres Vaters eingraviert sind J.S. "Johann Shutenberg".
Dieser lebt in Japan unter dem Namen Johann Friedrich Van Helzen, und arbeitet für eine Geheimorganisation, die nach einem wichtigen Mikrochip sucht. Und genau dieser wurde in Ninas Anhänger versteckt.
So bleibt es für den City Hunter nicht bei einer "einfachen" Suche nach Ninas Vater, der eigentlich sein Feind ist!

Grob gesehen, ist die Story nicht allzu einfallsreich, doch trotzdem interessant, wenn man die Geschichte verfolgt. Alle Beweggründe werden erklärt, und somit bleiben keine Fragen offen. Aus dem Anlass, dass es sich hier um den ersten City Hunter Film in Spielfilmlänge handelt, steht die Story leicht über der CH-Alltagskost.

Der Humor ist in diesem Film sehr gut vertreten, und von allen 6 City Hunter Filmen immernoch am gelungensten!
Ryo ist pervers und notgeil wie immer, und Kaori so eifersüchtig und sauer auf ihn, wie eh und je, und so ergeben sich die komischsten Situationen im typischen anime-haften Humor. Ryo bekommt von Kaori ordentlich aufs Maul, vorzugsweise mit dem 100t Hammer in allen möglichen Schlagvariationen. Und wird auch anderweitig, für seine perversen Taten (oder auch Versuche) bestraft, dass man nicht mehr aus dem Lachen kommt.
Und wenn er mal keinen Zoff mit Kaori hat, sorgen Dialoge zwischen ihm und seinem Freund Umibozu immer wieder für Lacher. Die Beziehung zwischen den beiden, ist ähnlich, wenn nicht genauso, wie die von Bud Spencer und Terrence Hill, zwischen denen eine Art Hass-Liebe herrscht. Sie werfen sich dumme Sprüche zu, im Ernstfall jedoch können sie sich voll aufeinander verlassen, auch wenn sie selbst da nie ein nettes Wort zueinander sagen, aus reinem Stolz!
Doch Ryos Anmacheversuche sind klar der vordergründige Humor in diesem (und allen anderen CH-Abenteuern). Er gibt nie auf, und versucht es immer wieder aufs Neue die Klientin im Eva-Kostum zu sehen.
Doch er kann auch ernst sein und sich mit Nina unterhalten, ohne sie anzugaffen, und da gibt er nun einige Lebensweisheiten über die Liebe eines Mannes zu seiner Frau von sich.

Und wenn nach so einer Szene dann keine Comedy folgt, dann ist es die Action die einen von den Socken haut.
Die Actionszenen wurden nämlich verdammt gut inszeniert. 1989 wurde ja noch nicht mit dem Computer animiert, sondern mehr per Hand gezeichnet, und da hat man wirklich 1 A arbeit abgeliefert. Während die Verfolgungsjagd noch durchschnittlich ist, sind die beiden Ballereien, vor allem der Showdown eine echte Augenweide. Hier wirkt nichts billig! Überall knallt und kracht es. Ryo schießt mit seiner monströßen .357 Magnum, und da bleibt kein Gegner mehr stehen. Er rennt, schießt, springt, schießt und rennt weiter, wudurch sich ganz wilde Stunts ergeben. Und wenn dann noch Umibozu mit seinem rießigen undeffinierbaren Maschinengewehr auftaucht, welches sich wirklich bitterböse anhört, dann bleibt Nichts mehr da, wo es einmal war.
Zum Schluss gibt es noch eine rießige Explosion (jaja, die musste sein) und ein finales Duell zwischen Ryo und Helzen.
Danach kann man nicht behaupten langweilige Action gesehen zu haben. Der Bildschirm bebt richtig, wenn es zur Sache geht, und so braucht sich .357 magnum auch heute nicht vor anderen Anime-Actionern zu verstecken.

Da die Freigabe ab 12 ist, kann man keine brutalen Szenen erwarten. Die zwei härteren Szenen, sind der Terroristen-Boss, wie er einen Stahlträger in die Fresse gedonnert bekommt (sieht echt übel aus), und eine blutige Hand aufgrund eines Schusslochs!

Zum Schluss bleibt noch eine ziemlich gute englische Synchronisation, die richtig Laune macht. Da gibt es auch einige nette Onliner wie "The clever play hookie, as the weak seek nookie"

Insgesamt, eine gelungene Spielfilmversion des CH-Animes. Hier stimmt einfach alles. Die Comedy bringt Anime-Fans zum tränenlachen. Die Action haut vom Hocker. Und die Story ist ganz ok!
Kann ich jedem nur ans Herz legen, wer auf Animes steht!
10/10


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