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Familie Stone - Verloben verboten!, Die (2005)

Eine Kritik von Loy (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 16.12.2005, seitdem 779 Mal gelesen


Grauenhaft einfache Komödie in der die überraschende Wendung unverschämt früh vorhersehbar und zudem so dreist an den Haaren herbei gezogen ist, daß man sich regelrecht beleidigt vorkommt. Die Probleme, die sich während der Handlung aufwerfen, werden gegen Ende auch garnicht richtig aufgelöst. Man sieht lediglich einen Epilog in dem dann auch alle glücklich sind wie es sich gehört. Die unbeliebte Meredith scheint ein Jahr später problemlos in die Familie aufgenommen worden zu sein. Wie das jedoch geschieht bleibt ein Rätsel, obwohl gerade dies der Haupthandlungsstrang war ?!
Als dann noch kurz vor Schluß ein Bus zu einem traurigen Abschied anfährt und wenige Meter später wieder anhält weil es sich da wohl jemand anders überlegt hat, muß sich auch der letzte halbwegs anspruchsvolle Filmliebhaber ob der xten Wiederholung einer solchen Szene in zig anderen Schnulzen die Hände vors Gesicht klatschen.

Die Schenkelklopfer beruhen, wie bei typischen Frauenfilmen üblich, ausschließlich auf Tolpatschigkeit, Mißgeschicken und Fettnäpfchen. Die kamen bei dem überwiegend weiblichen Publikum auch so gut an, daß ich mich teilweise im Saal umgedreht habe um mir die Gesichter anzuschauen die ob des dümmlichen Humors so herzhaft lachen konnten.

Die Schauspieler mögen an sich nicht schlecht spielen, allerdings sind die ihnen anvertrauten Charaktere an sich schon so farblos, daß einfach keine Freude aufkommen will. S.J.Parker hat meiner Meinung nach sogar am besten gespielt, dabei hatte ich genau das Gegenteil erwartet, gerade wegen des Hypes um sie aufgrund ihrer Rolle in Sex in the city.

Der FIlm hat auch das Problem, daß er sich für die kurze Dauer von 90 Minuten einfach zu viel aufbürdet. Die vielen Charaktere verkommen zu Gesichtern, die Namen kann man am Ende des FIlms noch nicht alle, und zuviel Handlung wird in abstrus kurzer Zeit abgespult. Wenn sich das ganze über ein paar Wochen hingezogen hätte, aber ein einziges Date als Anlaß zu einem Wendepunkt zwischen 2 Beziehungen zu nehmen ist doch arg unrealistisch und überstrapaziert jede Glaubwürdigkeit.

Ja und es gibt sogar einen Quotenschwarzen der zusammen mit einem behinderten Weißen (einem gesunden amerikanischen Mann wollte man als US Filmemacher so eine Beziehung sicherlich nicht zumuten) das Quotenschwulenpärchen, welches später sogar ein Kind adoptieren darf (das halte ich in der US Praxis allerdings für ein Gerücht).

Selbst für einen Frauenfilm ein ausgesprochen schlechtes Exemplar. 3/10 Punkten.


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