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From Dusk Till Dawn 2 - Texas Blood Money (1999)

Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 25.08.2006, seitdem 491 Mal gelesen


Die Idee, die Tarantino-Rodriguez-Garnitur gegen die mit Scott Spiegel und Bruce Campbell, den "Tanz Der Teufel" Erfindern auszutauschen, hätte was sein können, doch es soll anders kommen. Bruce kratzt bereits eingangs ab und Regisseur Spiegel klammert sich an ein altbackenes Drehbuch mit einem ausgewalzten Drehort ohne besondere Prämisse, als gelte es, seinen legendären Slasher "Night Of The Intruder" mit einem Spritzer von Jahn Carpenters "Das Ende" neu zu aufzulegen. Dazu versammelt Robert Patrick ("Terminator 2") als Bug einige Gangsterkollegen um sich, um eine Bank auszuräumen. Deren Weg kreuzen Vampirfledermäuse, das unumgängliche Titty Twister und Pornos, das Einzige, was an den Tarantinostil des Originals erinnert, ist der Surfsound, wenngleich selbst der recht willkürlich ausgesucht ist. Ansonsten ist diese vermeintliche Fortsetzung ein durchschnittlicher Horrorfilm, der zwar sofort zur Sache kommt und die Charaktere mit ihren vulgären verbalen Anwandlungen der Reihe nach durch Latinovampire abtreten lässt, kultverdächtiger Humor fehlt jedoch, manche Witze sind dagegen regelrecht peinlich. Schlimmer noch, denn "From Dusk Till Dawn 2" sieht einfach aus wie einer dieser zahllosen kitschigen Vampirfilme der Neuzeit, verpackt in eine Gangsterstory vom Reißbrett. Die Atmosphäre bleibt bei manchem Shoot Out auf der Strecke, auch wenn der Gorehound hier und dort einen abgerissenen Kopf serviert bekommt. Statt aufwändiger Maskeneffekte, wie einst von der KNB Gruppe gibt es oft bloß Kontaktlinsen und spitze Zähne, bestenfalls in der Nähe von John Campenters "Vampire" oder Kathrin Bigelows "Near Dark" reiht sich, ganz ohne Kultcharakter, dieses schwache Sequel ein. Scott Spiegel hätte auf seine alten Tage gut daran getan, die wenigen Verweise an das wesentlich jugendlichere Original sein zu lassen, so ist ein halbseidener Etikettenschwindel dabei herausgekommen. Der große Showdown ist dieses Mal in einer Bank und die Figuren, die sich dort reihenweise niedermetzeln, sind nicht halb so schräg oder wenigstens amüsant gezeichnet, wie man denken könnte, sondern belanglose Abziehbildchen. Unter dem Titel des von vielen als Kutlfilm betrachteten Originals ist es ein blamables Sequel, davon losgelöst mittelprächtige Unterhaltung in jungmännischer Sprache.

Fazit: Der Witz ist raus, geblieben sind bloß schlichte Vampirgangster. Selbst Teil 3 von P.J. Pesce ist besser, weil frischer. 3/10 Punkten


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