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Æon Flux - Blicke der Zukunft ins Auge (2005)

Eine Kritik von Anthropophagus (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 21.02.2006, seitdem 2263 Mal gelesen


Uaaaaaaaahhhhhhhhhh! Dieser Film lässt sich bestenfalls mit „grottig“ bezeichnen und Charlize Theron sollte man für diese Darstellung den Oscar abnehmen! Aber erst mal der Reihe nach...
In ferner Zukunft hat ein Virus die Menschheit dahingerafft, nur ein sehr kleiner Teil konnte überleben. Dieser kleine Teil lebt nun hinter Mauern in einer von wenigen beherrschten Stadt. Gegen diese regierende Minderheit kämpft eine kleine Gruppe Rebellen, zu denen eben auch Frau Theron gehört. Nachdem ihre Schwester getötet wird, macht sie sich auf den Weg in die Regierungsfesten um Goodchild, den Oberboss, zu töten. Aber alles kommt anders, und alles ist viel komplizierter als es erscheint, denn der Obermacker ist gar nicht so böse wie gedacht: Er hatte nur versucht durch Klonen die Menschheit, die durch den Virus unfruchtbar geworden war, zu retten. Aber seht selbst...
Mann, ich habe nie so hölzerne Darsteller, billigste Effekte, und eine solch unlogische Story in einem Film mit einer Oscarpreisträgerin gesehen. Theron selbst agiert blass und schlecht, da hilft auch nicht ihr lächerlicher Anzug mit dem unnötigen Ausschnitt. Jede Szene des Films ist in erster Linie auf Ästhetik bedacht: Farben, Kameraführung und Design der Zukunftswelt spielen die wichtigste Rolle im Film. Das ist zum Teil gar nicht schlecht und schön anzuschauen, aber verblasst als reiner Selbstzweck, zumal die Darstellung zu einigen Logikfehlern führt. Warum müssen die Rebellen immer mit unnötigen Saltos durch die Gegend hüpfen? Ist es nicht dumm, mit einem weißen Anzug nachts durch die Gegend zu rennen, wenn man darauf bedacht ist, nicht aufzufallen? Noch schlimmer sind die Conputereffekt. Man denke nur an die Füße (die letztendlich Hände sind) der Rebellin Disandra (keine Ahnung, wie man den Namen schreibt). Dieser billige Effekt war scheinbar so aufwendig (ha!), dass die Füsse später konsequent ausgeblendet werden. Darüber hinaus ist die gesamte Story nur dazu da, um sie in die Tonne zu treten. Also was hier an Unsinn fabriziert wird ist unglaublich, z.B. dass beim Klonen das Unterbewusstsein gleich mit geklont wird. Das ist mir doch neu, dass kognitive Prozesse sich auf die DNA auswirken. Wenn das ganze spannend wäre, könnte man ja über die miese Story hinwegsehen. Ist es aber leider nicht, keine Spur vom Aufbau eines Spannungsbogens. Für diesen Film kann es nur 2 Punkte geben, und auch nur für die zum Teil ansehnlichen Bilder.


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