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Zaïna - Königin der Pferde (2005)

Eine Kritik von A RetroKinski (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 22.10.2007, seitdem 337 Mal gelesen


Inhalt (Vorsicht Spoiler enthalten, d.h. wer den Film noch unbedarft sehen will soll nicht den letzten Absatz lesen)

Der Nomade Mustapha will zu einem Pferderennen. Aber bevor es in die Berge geht, holt er in der Stadt seine elfjährige Tochter, ein menschenscheues Mädchen mit dem Namen ZAÏNA, von deren Existenz er erst beim Tod von ZAÏNAS Mutter erfahren hat.

Denn einst musste MUSTAPHA unter dem Druck seines Stammes diese Frau verstoßen, weil sie als Mann verkleidet an dem Agdal teilgenommen hatte. Was ZAÏNA nicht weiß, ist, dass MUSTAPHA und Omar früher als Rivalen um die Liebe ihrer Mutter gekämpft haben. Die Nomaden und das Mädchen fliehen in die wilden Weiten des Atlas. Auf ihrer Spur: Omar und sein Clan, denn dieser ist zu allem bereit, um ZAÏNA wieder zu sich zu nehmen und sich endlich an MUSTAPHA zu rächen...

Im Laufe der Verfolgungsjagd in der unwirtlichen Gegend entdecken das Mädchen und ihr Vater ihre Zuneigung füreinander und ihre Komplizenschaft. Aber schließlich ist es ZAÏNA, die durch ihre von MUSTAPHA geerbte Leidenschaft für Pferde an dem Agdal teilnimmt und endlich Omars Hass und die Abneigung des Stammes besiegt


Bewertung

Es handelt sich hier um einen bildgewaltigen Film mit Historiencharme um ein Mädchen namens Zaina welches selbst in sehr jungen Jahren seine Rolle blendend spielt und die Emotionen sehr gut rüberbringt so dass man am Ende ruhig die Taschentücher bereithalten kann.

Sehr gut ist die relative Dialogarmut des Filmes, wenn gesprochen wird dann in klaren kurzen Sätzen ohne die Verwendungen von vermeintlich Emotion erzeugenden Phrasen. Die Schauspieler machen Ihre Sache alle glaubhaft und engagiert und es kommt in den rund 90 Minuten nicht zu Längen und man folgt gebannt dem Geschehen. Überhaupt ist das Ende sehr unvorhersebbar und sehr geschickt gelöst.

Die Kamera macht Ihre Sache hervorragend, entweder in schönen weiten Landschaftsaufnahmen oder in Nahaufnahmen der Protagonisten. Für Pferdefans ist der Film auch gleichermassen geeignet, auch diese werde exzellent in Szene gesetzt.

Die Hauptdarstellerin agiert für ihr Alter erstaunlich erfahren, sowohl vor der Kamera als auch auf dem Pferd und man darf sich über weitere Filme von ihr freuen. Obwohl der Film nicht gerade meine Lieblingsgenre ist hat er mich voll überzeugt.

Zusammenfassend:
Ein ganz toller, spannender Familienfilm (unabhängig von FSK 6 ab ca. 8 Jahre geeignet) abseits von üblichen Hollywood Dialogen und Klisches der durch seine Bildergewalt und tiefen Emotionen sehr überzeugen kann. Dafür gibt es 8/10 Punkten.


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