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V wie Vendetta (2006)
Eine Kritik von alpha&omega (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 30.09.2006, seitdem 1274 Mal gelesen
V wie vollkommene Verfilmung eines Comics!
James McTeagueüberrascht den Zuschauer in „V wie Vendetta“ mit einer ganz unkonventionellen Comicverfilmung.
V (Hugo Weaving) ist der Held dieses Films. Eine wahrlich lustige Maske trägt dieser Rächer mit Cape, aber das hat seinen Grund! Die Maske ist dem Gesicht eines berühmten Demokraten nachempfunden, nämlich Guy Fawkes, der das tyrannische Parlament von James I. in die Luft jagen wollte, aber scheiterte...
So ist Großbritannien, nach diesem Film, in naher Zukunft einem diktatorischen Regime unterworfen, welche die totale Überwachung praktiziert und Gegner des Systems foltern oder töten lässt. V ist dementsprechend kein Sympathisant dieser wohlbekannten diktatorischen Strömung und kämpft zusammen mit Evey (Natalie Portman) gegen die Diktatur. So will auch er seinem großen Vorbild Fawkes nacheifern und das Parlament in die Luft sprengen, was Fawkes 1605 nicht gelang... Wird es V gelingen Groß Britannien von der Tyrannei zu befreien???
Die Story ist klar und man muss nicht bis zum traurigen Sachverhalt des nationalsozialistischen Regimes gehen. Es reicht schon in unserer Zeit zu bleiben und einen kleinen Blick über den großen Teich zu riskieren, um zu verstehen worauf „V wie Vendetta“ hinaus will! TOLL! Ganz ehrlich!
Alleine die Story würde dem Film schon eine gute Bewertung einbringen. Zusätzlich kommen aber noch die sehr guten Darsteller, die sehr unterhaltsamen Dialoge und die gut gelungenen Effekte zum Tragen. Weaving in der Rolle des V besticht nicht nur durch sehr gut choreographierte Kampfeinlagen, sondern auch durch seinen schwarzen und extrem bissigen und unwesentlich polemisch angehauchten Humor. Ja hier wird gezeigt, dass Superhelden auch rhetorisch bewandert sein können und das gabs meines Wissens noch nicht. Überwiegend sind unsere Helden schon ein wenig hohl und können nur mit ihren Fähigkeiten glänzen...Speziell die X-Men Truppe, die sollen ja zum Großteil hochgebildet sein, sieht blass neben V in Sachen Eloquenz aus... die sind ja meines Wissens auch Naturwissenschaftler. Zurück zu V dem humanistischen Superhelden. Trotz lustiger Maske, die mich zu Anfangs doch irritiert, aber im Laufe des Films ihren Charme bei mir entwickelt hat, ist V ein absoluter Sympathieträger. Äußerst charmant und belesen und mit einen erlesenen Geschmack für satirische Interluden kommt er daher...da sieht Natalie Portman schon ganz schön blass dagegen aus, auch wenn sie sich extra für diesen Film kahl scheren ließ, was ihrer Attraktivität jedoch keinen großen Abbruch tut.
Was könnte man an „V wie Vendetta“ eigentlich bemängeln? Nun man könnte den Traditionsbruch mit den herkömmlichen Comicverfilmungen kritisch sehen, aber da es James McTeague sehr gut gelungen ist eine neu Ära in diesem Genre mit dem Superhelden V einzuläuten, kann man sich das Genörgel diesbezüglich sparen.
Ja vielleicht gibt’s ein paar die sich an der Selbstjustiz von V echauffieren mögen, aber wenn’s nix anderes ist, dann soll das mal so sein...
FAZIT:
Durchweg positiv Punktet der Film bei mir, wegen seiner unkonventionellen und auch sehr gelungenen Comicverfilmung und wegen den guten Darstellern, vor allem Weaving! Ein großer Pluspunkt ist die manifeste politische Tendenz des Films, die nicht penetrant rüberkommt, sondern passend in den Film verarbeitet wurde. So ist nicht nur plump der Nationalsozialismus zum x-ten Mal durchgekaut worden, sondern es wird auf Zeitgenössische faux-pas ein Bezug hergestellt! SEHR GUT!!!
Ein Film der dieses Genre prägen sollte! Nicht nur filmisch, sondern auch inhaltlich!
10 Punkte für die Freiheit!
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