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Masters of Horror [TV-Serie] (2005)

Eine Kritik von c.funke (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 08.12.2011, seitdem 216 Mal gelesen


 Haeckel’s Tale – Orgie der Untoten
(Splendid Film/ Black Edition)

Als die TV-Serie Masters of Horror 2006 angekündigt wurde, rieben sich sowohl Fans als auch die FSK die Hände! Die Riege der berühmt berüchtigten Horrorregisseure klang zu verlockend, als dass es hätte wahr sein können. Namen wie Carpenter, Argento, Miike oder McNaughton ließen die Herzen höher schlagen, und bei der staatlichen Kontrollbehörde die Schere schleifen. Und so kam es, wie es kommen musste, so einige Episoden der von Mick Garris kreierten Reihe mussten für den deutschen Vertrieb Federn lassen. Schon damals erschien die Reihe Masters of Horror bei Splendid Film, aber erst im Rahmen der grandiosen Black Edition – Reihe war es möglich, auch die letzten, etwa einstündigen Folgen dieser Reihe dem deutschen Zuschauer in seiner ungeschnittenen Form mit einem SPIO JK/keine schwere Jugendgefährdung-Siegel zu präsentieren.
 

Mit der vorliegenden Geschichte Heackel’s Tale, Episode 12 der ersten Staffel, meldet sich ein Regisseur zurück, der mit dem verstörenden Henry – Portrait of a Serialkiller einen der intensivsten Beiträge der Filmgeschichte gedreht hat. Basierend auf eine Kurzgeschichte von Clive Barker siedelt Regisseur John McNaughton die Erzählung um Ernst Haeckel (Derek Cecil) in der Wildnis um New England im späten 19. Jahrhundert an. Als ein junger Mann eine alte Dame bittet, seine verstorbene Frau wiederzuerwecken, erzählt diese ihm die Geschichte von Haeckel. Dieser versuchte in die Fußstapfen von Victor Frankenstein zu treten, immer auf der Suche nach neuen Erkenntnissen, das Leben zu verlängern, und Tote zu erwecken. Er trifft auf einige seltsame Menschen, welche mit einer Freakshow durch die Lande ziehen, und behaupten, der Tod sei für sie kein Hindernis. Haeckel bezweifelt dies, wird jedoch alsbald auf grausame Art darauf gestoßen, was es heißen kann, wenn man manche grenzen überschreitet.

Haeckel’s Tale ist wohl die morbideste und dabei atmosphärischste Beitrag der Reihe. Jedoch traf die Thematik bei seiner Erstveröffentlichung auf wenig Wohlwollen, und somit erschien erst mal eine geschnittene Fassung. Mit der vorliegenden Blu ray in der Black Edition wurde dieses Manko nun zum Glück behoben. Bild und Ton sind ohne Makel, und auch hier gilt es, auf das umfangreiche Bonusmaterial hinzuweisen. Satte 140 Minuten in Form von Interviews, einem langen Making of und diversen anderen Specials gilt es zu bestaunen.

Auch
Haeckel’s Tale zeigt deutlich, wo die Stärke der Reihe Masters of Horror lag, nämlich erwachsene Geschichten für ein volljähriges Publikum zu gestalten, und hier mit einer gehörigen Portion Horror zu unterhalten!

CFS


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