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Tamara (2005)

Eine Kritik von garsh (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 19.02.2006, seitdem 264 Mal gelesen


Die unscheinbare Tamara ist an ihrer Highschool unbeliebt. Durch einen Aufsatz, den ausgerechnet der Lehrer, in den sie verliebt ist, in der Schülerzeitung veröffentlicht, wird sie sogar noch unbeliebter. Einige Mitschüler (darunter natürlich Sportler) spielen ihr darauf hin einen bösen Streich. Dabei wird sie jedoch leider tödlich verletzt. Da jeder nun einen irgend einen Grund hat, nicht mit der Polizei in Konflikt zu geraten, wird der Vorfall vertuscht und Tamara im Wald einfach begraben. Doch schon am nächsten Tag taucht Tamara wieder in der Schule auf (in sexy neuem Outfit) und nimmt Rache...

Aufgrund dieser Inhaltsangaben könnte man meinen, bloß einen weiteren unbedeutenden Teenie-Slasher vor sich zu haben. Und richtig, genau so ist es!
Am Anfang schafft es der Film zwar noch zu unterhalten, wird dann aber im weiteren Verlauf mehr und mehr abstruser. Dabei versucht der bisher relativ unbekannte Regisseur Jeremy Haft neue Wege zu beschreiten, indem er seine Tamara nicht einfach nur einen nach dem anderen durch eigene Hand morden lässt. Vielmehr benutzt sie ihre Hexenkunst dafür, dass sich ihre Peiniger selbst oder gegenseitig malträtieren. So „darf“ sich der an dem Streich unfreiwillig beteiligte Videofreund vor laufenden Kameras selbst verstümmeln. Diese Szene ist recht hart und blutig und lässt einen über die 16er Freigabe sinnieren.

Das genau ist aber das Hauptproblem, wie ich meine. Nur drei Personen sind die Initiatoren des bösen Streichs, die anderen drei lediglich zufällig anwesend und zudem eher Tamara-freundlich einzustufen. Und dennoch bekommen sie auch die Rache ab. Und das geschieht durch magisches Handauflegen, wodurch sie zu willenlosen Helfern Ihrer Rachegelüste werden.

Insbesondere zum Schluss hin wird die Story von Jeffrey Reddick, welcher sich unter anderem für die Final Destination-Filme verantwortlich zeichnet, jedoch zunnehmend wirrer. Die Motive und Ziele von Tamara werden immer unklarer und das Ganze endet völlig unbefriedigend.

Gerettet wird der Film nur von den mehrheitlich relativ unbekannten Darstellern (insbesondere Jenna Dwan als Tamara), die ihre Sache ganz ordentlich machen, allerdings ihren Charekteren keinen Tiefgang verleihen. Aber gut, dass muss bei dieser Art Film sicherlich nicht zwangsläufig so sein.


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