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Tamara (2005)

Eine Kritik von trilobyte (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 20.02.2006, seitdem 372 Mal gelesen


Dieser Film ist wohl in jeder Hinsicht ein Durchschnittswerk: durchschnittliche Story, durchschnittliche Schauspieler, durchschnittliche Effekte.

Es geht im Wesentlichen um ein Mädchen, das in der Schule aufgrund ihrer nicht vorhandenen Attraktivität gehänselt und geärgert wird und sich daheim mit allem möglichen schwarzmagischen Kram und Hexerei befasst. Eines Tages treiben es ihre Peiniger zu weit und in einem Handgemenge kommt sie unbeabsichtigt zu Tode. Da sie aber unter einem Zauberspruch stand, kehrt sie aus dem Reich der Toten als umwerfende Schönheit (darüber lässt sich streiten) zurück und sinnt nach Rache.

Von Innovation kann man hier also wahrlich nicht sprechen, bei diesem Film wird man auf sehr mittelmäßige Weise unterhalten, die meisten Aktionen sind vorhersehbar oder langweilig - oder beides. Den Begriff Thriller sollte man ebenfalls nicht zu ernst nehmen, denn die Schockeffekte - sofern man sie überhaupt als solche bezeichnen möchte sind eher belächelnswert. So richtig gruselig wird es auch nicht, was vor allem daran liegt, dass einem alles irgendwie bekannt vorkommt. Allenfalls ein bißchen eklig, wenn sich da mal ein Ohr abgeschnitten und dort mal eine Glasflasche verspeist wird. Durch die nicht gerade überzeugende Umsetzung sind aber auch solche Momente nicht wirklich furchteinflößend.

Eine Menge Klischees gibts auch wieder mal, auf denen auch ausgiebig herumgeritten wird. Die brave und intelligente, aber nicht besonders hübsche Schülerin wird von grobschlächtigen Idioten oder aufhestylten Tussis gepiesakt, die sich auf Grundschulniveau über sie lustig machen. Aber der verständnisvolle, junge, attraktive Lehrer ist eine wundervolle Bezugsperson, den Tamara den ganzen Tag nur anschmachtet (*kotz*). Die Dialoge wirken wie bei den berühmt-berüchtigten Teeniekommödien: etwas zu aufgesetzt, unglaubwürdig und irgendwie aussagelos.

Trotz alledem landet der Film nicht komplett in der Gosse, denn man wird immerhin recht anständig unterhalten. Die Darsteller bemühen sich, aus dem miserablen Drehbuch das Beste herauszuholen und die Dramarturgie klappt an den meisten Stellen auch. Summa summarum kein Film, den man zu sehen braucht, aber trotzdem mäßig zu unterhalten vermag. Durchschnittskost.


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