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Slither - Voll auf den Schleim gegangen (2006)

Eine Kritik von Leto (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 12.11.2006, seitdem 691 Mal gelesen


Nach einem sehr wenig beachteten Kinostart mit auch nur wenigen Kopien schafft es nun endlich James Gunns "Slither" in den heimischen DVD-Player und versprochen wird uns von den Machern als auch vom Verleih eine humorvolle Rückkehr ins Reich von "Tremors" oder "Die Fliege" und "Die Nacht der Creeps" - Gore, Humor und das ganze eingebettet in eine B-Movie-Filmhandlung!

Natürlich entspinnt sich der sicher nich zufällig an "Der Blob" erinnernde Plot in einer Kleinstadt mit all den typischen amerikanischen Monsterfilm-Klischees der 50er Jahre, wenn auch in die Gegenwart transportiert.
Ein Meteor landet im Wald, eine schleimige Substanz kriecht daraus hervor und im Nu findet sich auch ein Wirt, der "Alien"-ähnlich herhalten muss, um Tausende kleiner Würmer, die das Gehirn von Menschen kontrollieren können und darum durch deren Münder eindringen, auf die Stadtbewohner loszulassen.
Nach einigen Wochen Anlaufzeit hat der trottelige und überforderte Sheriff des Kaffs in nur einer einzigen Nacht alle Hände voll zu tun, seinen Heimatort zu retten und das Herz der Frau, die er liebt zu erobern...

Natürlich klingt alles sehr bekannt und das ist es auch! Zwar wirkt James Gunns liebevoll gemeinte Rückkehr zum Monsterfilm sehr nostalgisch und auch die Figuren stellen nicht gerade die Elite der typischen Mittelstands-Amerikaner dar und auch die Effekte sind recht schleimig (daher sicher auch der dämliche deutsche Untertitel) - doch leidet der Film von Beginn an darunter, dass irgendwie alles recht halbfertig scheint und die Darsteller auch nicht gerade ihr Bestes geben, um diesen Patzer wegzumachen. Da wäre ein bißchen Overacting hier und da sicher ganz nett gewesen und die von Universal groß angekündigten deftigen Splatter-Effekte erweisen sich bei genauem Hinsehen als spärlich und sehr sehr jugendfrei.
Zu Gute halten muss ich dem Autor und Regisseur natürlich die Nähe zum Klischee und die Tatsache, dass er in seiner Inszenierung auch kräftig damit spielt - bei einem solchen Thema hätte auch nichts anderes funktioniert.
Unentschlossen ist nur wieder der Grad, mit dem sich Humor, Slapstick-Anklänge und dann wieder der Wunsch nach einem Horror-Spektakel gegenseitig im Wege stehen.
Es hängt zwar über allem der krude Witz aber ein herzhafter Lacher möchte sich ebenso nicht einstellen wie ein wohliges Gruselgefühl.
So bleibt unter dem Strich ein leidlich unterhaltsamer Schleim-Flic, dem man jedoch seine zu bemühte Absicht anmerkt, unbedingt Horror mit Humor verbinden zu wollen. An den großartigen "Blob" von Chuck Russell reicht er dabei aber nicht heran!


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