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Slither - Voll auf den Schleim gegangen (2006)
Eine Kritik von Onkel (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 15.11.2006, seitdem 554 Mal gelesen
Bei allen Horrorfilmen, die im Vorfeld einen ungewöhnlichen Hype erfahren, lasse ich besondere Vorsicht walten. Nicht zum ersten Mal verbirgt sich hinter großem Geplärre nur mittelmäßiger Genreeinheitsbrei.
James Gunns "Slither" ist ein Paradebeispiel für diese Disziplin. Am besten beschreibt man diese Horrorkomödie inhaltlich wohl als (freilich CGI-strotzendes) Remake von "Nacht der Creeps", gepaart mit optischen Anleihen aus Carpenter "Das Ding".
Von Regisseur James Gunn hatte man zuvor auch nicht allzuviel gehört, ebenfalls kein wirklich gutes Omen.
Und insbesondere wenn man den Trailer gesehen hat macht sich konsequent sehr schnell Ernüchterung breit. Seine Highlights hat der Streifen praktisch komplett im Trailer verheizt und es bleiben letztlich nur 90 Minuten sehr durchschnittliche, immerhin flotte Genreunterhaltung ohne größere Überraschungen.
Sowohl Gore-Szenen als auch Humoreinlagen kommen über Mittelmaß nicht hinaus. Ein Schmunzler hier, eine zerplatzender Infizierter dort, alles schon x mal gesehen. Schocken tut der Blutgehalt ohnehin niemanden, da er im nicht erntszunehmenden Kontext seine Härte praktisch komplett einbüßt. War natürlich bei "Nacht der Creeps" auch nicht anders - aber der hatte einfach mehr von dem, was solche Filme auszeichnet und auszeichnen sollte: Nämlich Charme. Von dem hat "Slither" defintiv nicht außergewöhnlich viel. In einigen Momenten sicherlich (Scheune, Rookers Fleischhamsterrei) aber das langt heutzutage nicht mehr.
"Slither" wirkt in seiner Gesamtheit einfach zu steril, nicht mit vollem Herzblut gemacht und mit seinem CGI auch oftmals zu modern für einen klassischen B-Film. Die durchschnittliche Inszenierungsweise und das extrem ausgelutschte Ende bestätigen diesen Eindruck leider zusätzlich.
Darstellerseitig geht der Film soweit in Ordnung. Elizabeth Banks hat zwar kaum mehr schauspielerische Qualitäten als jeder beliebige andere Teenie-Star des Horrorgenres aber gut aussehen ist ja auch schonmal nicht verkehrt in einem Film diieser Bauart. B-Star Michael Rooker war für mich schließlich das schauspielerische Highlight. Gerade in der ersten halben Stunde schlägt er sich doch verdammt wacker als frisch Infizierter. "Serenity"-Star Nathan Fillion kann wie alle anderen auch leider keine größeren Aktzente setzen.
Fazit: Lieber den B-Klassiker "Nacht der Creeps" rauskramen. Slither ist eine (recht blutige), durchschnittlich umgesetzte 0815-Horrorkomödie wie 10 andere auch. Weder Fisch noch Fleisch...
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