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Graf Zaroff - Genie des Bösen (1932)

Eine Kritik von Maichklang (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 23.02.2006, seitdem 760 Mal gelesen


Mit der Gestalt des Grafen Zaroff flimmerte vermutlich auch erstmalig die Menschenjagd über die Kinoleinwände. Wer sich in den nachfolgenden Jahrzehnten an Varianten wie „Hard Target „ erfreute, wird bei diesem Frühwerk vermutlich nur müde lächeln, denn es fließt weder Blut, noch sind diverse Fluchtszenen sonderlich spannend. Der Reiz des Streifens liegt in der eigentümlichen Abenteueratmosphäre, die ein paar derbe Schwächen ausbügeln kann.

Auf einer einsam gelegenen Insel lebt der Russe Zaroff mit seinem Gefolge. Einst war es eine portugiesische Festung, nun ist es ein Aufenthaltsort für Schiffsbrüchige, die der feine Graf zu Opfern seiner Menschenjagd macht. Robert und Eve sollen die nächsten sein…

Bis das geschieht, muß erstmal das Schiff kentern (was gut aussieht), auf dem sich unser Held Robert befindet. Schließlich sollen wir ja auch erfahren, dass dieser sozusagen ein alter Hase im Jagdgeschäft ist und somit einen ebenbürtigen Gegner für Zaroff darstellen wird.
An der Bruchbude angekommen, wird ihm von dem düsteren und stummen Ivan die Tür geöffnet (Es gibt Dinge, die ändern sich nie…).
Er lernt Eve und ihren versoffenen Bruder kennen (der glücklicherweise bald verunfallt) und schnell eilt Hobbypianist Zaroff herbei, um Philosophien über das Jagen zu verbreiten: “Ein Mann jagt zuerst immer das Tier, dann die Frau…“

In der zweiten Filmhälfte wird die Jagd auf Robert und Eve eröffnet und etwas Tempo kommt auf. Natürlich keine Stunts oder gar innovative Waffen kommen zum Einsatz, aber immerhin kann Robert zwei kleine Fallen basteln, denen Zaroff allerdings behände ausweicht.
Dieser lässt dann seinerseits eine Meute von Hunden los…

Ist alles ein wenig unspektakulär, aber nett.
Dieser Zaroff mit seiner großen Narbe auf der Stirn kann schön grimmig dreinschauen und die Ausleuchtung rückt seine Grimassen stets ins rechte Licht.
Fay Wray schneite während der Drehpausen zu „King Kong“ kurz rein und durfte schon mal ein paar Schreie üben, nur Joel McCrea bleibt als Robert eher unauffällig.
Die deutsche Synchro bringt zwar angenehme Stimmen, doch Ausdrücke wie „Arsch auf Grundeis“ entsprechen wohl eher weniger dem damaligen Vokabular…
7 von 10 Punkten


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