Eine Kritik von spacesuppe (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 15.08.2008, seitdem 183 Mal gelesen
Shissou
Ein besonderer Film, auf jeden Fall!
Die Handlung lässt sich kaum zusammenfassen...
Die 15-jährige Hauptperson Shuji (gespielt von Tegoshi Yuya, besser bekannt als Bandmitglied von NewS, einer japanischen Popband) lebt in einem Dorf, welches mit dem Nachbardorf sich nicht sonderlich gut versteht. Er geht zur Schule, wo er ein Mädchen kennen lernt, dass er schon in der Kirche gesehen hat und welches sich gegen sämtliche Regeln wiedersetzt. Außerdem liebt es, zu laufen. Der Junge ist ein wenig fasziniert von ihr und geht auch öfters zur Kirche. Eines Tages kreuzen Anhänger der Yakuza auf und wollen das andere Dorf aufkaufen sowie die Kirche besitzen, um dort ein Hotel etc zu bauen. Seitdem brennen im anderen Dorf regelmäßig Häuser. Gleichzeitig erfährt die Hauptperson, dass das Mädchen nach Tokio zieht. Davor hat es jedoch noch einen schweren Unfall und kann nicht mehr laufen. Die Polizei schnappt den größeren Bruder von Shuji, der der brandstifert ist. Dann fällt Shujis Familie auseinander und er reist auf Umwegen nach Tokio...
Mehr möchte ich nicht verraten. Der Film ist als solches kein guter. Die erste Stunde fand ich recht fad und erst im zweiten Teil des Filmes wurde es spannend, wenn auch etwas übertrieben. Mich überzeugt Tegoshi nicht allzu sehr in seiner doch recht schwierigen Rolle. Dennoch hat er mich fasziniert.
Die Kameraführung sowie die Filmmusik und eigentlich alles im Film ist ebenfalls nicht gerade herrausragend.
Und doch hat der Film etwas, was man nicht so gut in Worte fassen kann... Er ist recht traurig und man braucht seine Zeit, bis man ihn begreift. Er basiert eher auf Emotionen oder Emotionslosigkeit sowie auf soziale Strukturen und beschäftigt sich mit Perspektivlosigkeit, Vergangenheit und Zukunft. Was will ich erreichen´? Wer bin ich? und so weiter...
Mich hat besonders das Ende (wobei ich die letzte Viertelstunde meine) tief berührt und solche Szenen, wo Shuji z.B. am Fenster steht und mit den Hunden jault oder wo er in der Klasse gemobbt wird. Ich finde es ein bisschen schade, dass solche guten Elemente und solch eine schöne Idee meiner Meinung nach nicht gut umgesetzt wurde...
Insgesamt würde ich den Film eher als Kunstwerk bezeichnen und ihn nur empfehlen, wenn man ein Tegoshi-Fan/NewS-Fan ist oder solche Art von besonderen Filmen mag...