Eine Kritik von A RetroKinski (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 19.08.2006, seitdem 556 Mal gelesen
Den Inhalt des Films setze ich als bekannt voraus.
Bewertung
Im üblichen massenkompatiblen Stil setzt Spielberg (als Jude) ein sicher nicht leicht umzusetzendes Thema in Szene. Für mich leider in meherer Hinsicht verfehlt.
Das Thema wird bis zum Schluss politisch relativ einseitig dargestellt und prätenziös. Die Moral ist leider ein wenig zu einfach gestrickt. Man wird in ein Spiel von Agenten und falschen und vermeintlichen Doppelagenten verstrickt was sich hinterher
als dilletantisch herausstellt. Zudem sehe ich aus anderer Quelle die Methoden und Art und Weise des Agierens der Geheimdienste hier nicht und realistisch dargestellt.
Warum stellt man ein so unerfahrenes Team and "Agenten" zusammen welches doch sehr ungeschickt vorgeht ? Das ganze "11 kleine Araberlein Spiel" ist doch sehr schnell total durchschaut und bietet keine wirkliche Überraschung und erst recht keinen Storytwist der einem umhaut. Man ist von der Unprofessionalität der ganzen Truppe doch sehr genervt.
Das hier nicht verratene Schlussbild soll sicher der Hammer sein aber ist doch zu weit hergeholt da doch die Intentionen der verschiedenen Themen ganz anderer Natur sind. Und damit wirkt also das Mega-Ende deplaziert, sorry.
Und die Schlussszene der Erleuchtung mit einem parallelem Sexualakt zu verbinden ist sehr daneben und einfach geschmacklos.
Positiv sind die guten schauspielerrischen Leistungen, die guten Effekte, Spielbergs Offenheit für grafische Gewalt, die guten Schauplätze und insgesamt die handwerkliiche Leistung des Spielberg Teams anzumerken.
Trotzdem kann ich keine neutrale bis positive Bewertung geben, so dass ich bei einer 4/10 landen muss. Jeder soll sich natürlich selbst sein Urteil bilden - wie immer Geschmackssache.
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