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München (2005)
Eine Kritik von Ebert (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 18.09.2006, seitdem 688 Mal gelesen
München (9/10)
München schildert kurz den Angriff der Terroristen auf die israelische Mannschaft, und dies recht hart. Danach beschäftigt sich der Film mit der Vergeltungsaktion Israels an den Terroristen, und die eigentliche Handlung beginnt.
Avner, die Hauptfigur in München, stellt ein Team mit 4 Leuten zusammen, sie sollen alle Attentäter eliminieren.
Was in anderen Filmen zu einem billigen Actionspektakel verkommt, wir bei Spielberg wieder zu einem moralisierenden Epos um Schuld und Sühne.Spielberg weiss dennoch die Balance zu halten.
Denn trotz aller Gewalt ist München eines: ein schmutziger Film. Es gibt Szenen, die sind ekelhaft selbstzweckhaft geschildert, und die Tötung der Holländerin ist so gedreht, dass man danach rausgehen und an die frische Luft gehen möchte. Die Gewalt ist so schmutzig und ekelhaft dargestellt, dass die ganze Aktion wie ein Alptraum, und ganz und gar nicht wie eine "ehrenhafte" Vergeltungsaktion eines heldenhaften Israelis wirkt.
So zeigt Spielberg auch die Alpträume, der Jäger wird zum Gejagten, und die Selbstzweifel der Beteiligten. Denn die Moral des Films ist deutlich: Israel pendelt zwischen Angst vor der erneuten Zerstörung und Selbsterhalt hin und her, wird aber auch zum eigenen Terroristen, und begibt sich auf die Stufe der Terroristen hinab.
Ein diskussionswürdiger Film, verpackt in Spannung, der aber mit jeder Minute widerlicher und selbstkritischer wird.
Sehenswert
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