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Flashback - Mörderische Ferien (2000)

Eine Kritik von Mr. Hankey (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 17.08.2003, seitdem 401 Mal gelesen


Tja, auch Deutschland ist im Schlitzer-Fieber. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass auch hierzulande auf der Slasher-Welle mitgeritten wird. Nachdem "Anatomie" schon vielerlei Jubelstürme auslöste (was ich, ehrlich gesagt, nicht ganz nachvollziehen kann) kam mit "Flashback - Mörderische Ferien" der erste richtige dt. Slasher der Neuzeit. Doch da der deutsche Film leider viel zu oft zum scheitern verurteilt ist, war wohl auch von diesem Streifen nicht viel zu erwarten. Doch Oh Wunder: "Flashback" ist der beste Slasher, der, außerhalb Amerikas, das Licht der Welt entdecken durfte! Es stimmt einfach alles!

Die Story ist nett durchdacht, wenn auch nicht löcherfrei, und macht einfach Spass.

Die Kulissen wurden perfekt gewählt. Das nahezu unbetrübbahre Bergidyll, dass plötzlich zum Schauplatz blutiger Verbrechen wird, bildet eine ganz eigene Art von schauriger Atmosphäre.

Alle Morde sind grausam ausgedacht und derart klasse inszeniert, dass man fast gar nicht glauben darf, dass so etwas aus dem "Zensier-Land" Deutschland kommt. Vor allem in der "extralangen Fassung", die hierzulande nur im Pay-TV lief, ist alles so drastisch brutal inszeniert, dass "Scream" dagegen fast(!) wie ein harmloses Filmchen wirkt. Das die FSK da Nein sagt, war klar! Aber auch der mörderische Score und die Sorgfalt, die hinter allen Schocks steckt, fallen deutlich positiv auf.

Wer jetzt meint, dass Ganze könnte sich eigentlich fast schon zu ernst nehmen, der irrt. Denn auch wenn dieser Film so einigen fast schon zuviel sein dürfte, so hat man sich auch bemüht, dass Ganze, außerhalb der Schock-Szenen, nicht allzu ernst wirken zu lassen und hat viel Ironie mit eingebaut. Vor allem der Typ, der tagelang mit einer Sichel im Kopf in seinem Auto (mit der ewig gleichen Musik aus dem Autoradio) sitzt, sei zu erwähnen.

Der Showdown und die Auflösung, wer hinter dem ganzen Gemetzel sitzt, dürfte ebenfalls zum Besten gehören, was ein Slasher von sich geben kann. So wünscht man es sich eigentlich bei jedem Streifen diesen Genres!

Einzig und allein die Schauspieler fallen etwas negativ auf. Denn über Seifenoper-Niveau kommen manche einfach nicht heraus! Aber das kann man, im Angesicht dass es sonst nichts (aber auch wirklich nichts!) zu meckern gibt, locker übersehen!

Fazit: Ein Slasher der besten Sorte. Spannend von Anfang bis Ende, gute Story, nette Bergkulisse, mörderisch brutal und mit einer Atmosphäre, die so manchen anderen guten Slasher erblassen lässt. Besser gehts kaum, sieht man mal von den Darstellerleistungen ab!

Wertung: 9/10


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