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Flashback - Mörderische Ferien (2000)

Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 29.08.2004, seitdem 247 Mal gelesen


Jeanette lebt seit ihrer Kindheit mit Albträumen, da sie Zeugin des Mordes an ihren Eltern wurde. Nach zehn Jahren psychiatrischer Behandlung versucht sie, in der Außenwelt wieder Fuß zu fassen. Sie nimmt einen Job als Nachhilfelehrerin an und zieht dazu auf das großzügige Anwesen einer Famile, deren drei verwöhnten Kindern sie Französisch beibringen soll. Doch schon bald hat sie das Gefühl, dass der Killer von damals wieder aufgetaucht ist, um auch sie zu holen. Michael Karen geht in seinem Regiedebüt eine klare Linie, er verlässt sich sowohl in der Story als auch in der Darstellung auf eine Erzählweise im Fernsehproduktionsstil. Aus bekannten Soap-Serien wurden dann gleich diverse Darsteller gecastet, alle schön nichtssagend und unterdurchschnittlich um glaubhaftes Auftreten bemüht. In Nebenrollen sind zwar Elke Sommer und Allegra Curtis zu bewundern, der Gesamteindruck "Fernsehfilm" bleibt dadurch trotzdem erhalten. Statt dessen wird die Welt der angeblich Schönen und der Reichen abgefeiert, doch selbst dafür reicht es nicht in diesem Möchtegernslasher der billigen Art. Auch die Mordszenen, sofern sie denn nicht im Off sind, reißen nichts heraus und sind offensichtlich von Leuten gemacht, die es mal ganz toll fanden, was anderes zu machen. Was zu sehen ist, zählt hingegen zu den kleinen Höhepunkten, denn Spannung kommt in der vorhersehbaren Geschichte mitnichten auf. Die Atmosphäre schwankt zwischen belanglosem Seriengeplänkel der Charaktere, einer blödsinnig ausgebreiteten Lovestory zwischen der Lehrerin und ihrem Schüler, sowie romantischer Alpenidylle. Immerhin findet die Geschichte noch zu einem etwas überraschenden Ende, das sich sehen lassen kann. Das reicht beileibe nicht aus, um einen soliden Teenieslasher zu produzieren, wenn GZSZ Sternchen ohne Gespür für das Genre vor der Kamera sich selbst, aber keinen Horror abliefern. Hätte man sich die dumpfen Comedyeinlagen verkniffen und nicht noch aus Klassikern wie "Pulp Fiction" mies zitiert, wäre zumindest ein Tip für zwischendurch drin gewesen. So freut man sich dann eher über die amüsante Hilflosigkeit von einer Hand voll kleiner Sternchen, die, aus ihrer Seifenoperumgebung herausgerissen, auch nichts anderes zustandebringen als sonst.

Fazit: Wahrscheinlich haben sich die dumpfen Seriendarsteller beim Dreh mehr gefürchtet, als die Zuschauer vor der Mattscheibe. Müder Slasherversuch aus deutschen Landen, der höchstens als Pilotfilm zur neuen Slasher-Soap-Serie was taugt. 3/10 Punkten


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