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Memento (2000)
Eine Kritik von AR (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 30.11.2002, seitdem 417 Mal gelesen
Mit Memento hat Christopher Nolan einen Top-Thriller in Szene gesetzt. Er setzt nicht in erster Linie auf Stars, nicht auf gehäufte Gewalt oder Spezialeffekte - das braucht er auch gar nicht - nein, er spinnt ein Netz aus einer Geschichte, die mit dem Ende beginnt und mit dem Anfang endet.
Wenn man diesen Satz hört, könnte man meinen:
"Öh, Ende schon verraten. Toll. Wat soll ich mir den denn noch angucken?!"
Doch ganz im Gegenteil, denn man kann mit dem Ende ja zu Anfang nicht das Geringste anfangen. So baut sich die Geschichte also in Chaptern verkehrtherum auf.
Und die Spannung ist nicht etwa unterbesetzt, die Spannung entsteht dadurch, daß man die Ursachen erfahren möchte, den Ursprung zu ergründen sucht.
Die, man möchte beinahe sagen einzige, Schwäche in Memento besteht darin, daß einzelne Handlungsfetzen schwierig zu verfolgen sind, aber dafür kann man sich den Film ja häufiger ansehen, was sicherlich auch generell nicht falsch ist.
Wie schon oben angesprochen bringt Nolan, der sein Werk auf der Kurzgeschichtenvorlage seines Bruders aufbaut, nicht übermäßig viele Stars ein. Sehen wir von Allroundgenie Joe Pantoliano ab, bekommen wir eher durchschnittlich bekannte Schauspieler geboten.
Die furchtbar schwierig umzusetzende Gedächtnisschwäche der Hauptperson wurde fabelhaft gelöst und ich persönlich habe an keiner Stelle bemerkt, daß sich Nolan in Bezug darauf einen Schnitzer geleistet hätte.
=> klasse Streifen
Und so bleibt zum Abschluß nur noch zu sagen: Remember Sammy Jankis
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