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Memento (2000)

Eine Kritik von zeninc (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 04.02.2003, seitdem 2399 Mal gelesen


*SPOILER*
Memento ist sicherlich einer der beeindruckendsten Filme, die je gedreht wurden. Dies liegt an der ungewöhnlichen, innovativen, aber trotzdem immer logischen und fesselnden Erzählweise und an dem unkonventionellen Plot. Das erste schließt das Zweite mit ein, okay! Doch erwähnen sollte man die Hauptmerkmale des Films schon. Viele, die den Film gesehen haben, missverstehen den Anfang. Denn, wer sagt, dass Teddy der Mörder sei, hat schlicht den Film nicht verstanden oder ihn nicht bis zum Ende geschaut! Das Ende an sich ist vielleicht für manche zu unspektakulär, aber die Tragik, die dahinter steht, erkennen wir nur im Gesamtkontext, und der passiert erst NACH dem Finale. Einfach grandios gemacht! Zudem passend untermalt mit dem Memento-Theme, das vom melodiösen Ablauf fast so genial ist wie der Film.
Nolan spielt während des Films auch mit verschiedenen Zeitabläufen, er erzählt praktisch zwei Geschichten nebeneinander (Lenny im Zimmer / Lenny draußen unterwegs), immer episodenhaft, aber auch immer übersichtlich. Simpel, jedoch effektiv mittels Farb- uns s/w-Sequenzen getrennt. Schauspielerisch geben die drei Hauptakteure wirklich gute Leistungen ab, wobei mir Joe Pantoliano am besten gefällt. Guy Pearce macht seine sache makellos, aber auch ohne jetzt überaus zu glänzen. Carrie-Ann Moss Will nicht so richtig in ihrer Rolle aufgehen, ihre leitung liegt aber trotzdem noch über dem Mittelmaß. Doch was solls: Das, was den Film wirklich ausmacht sind Regie, Kamera, Schnitt und Musik, und die spielen erste Sahne zusammen!!! Alleine der Anfang ist wirklich virtuos in Szene gesetzt, man weiß gleich, dass einen etwas erwartet, was sich von anderen Filmen unterscheidet: Nämlich Stil! Und den haben viele Filme nicht mehr. Eine unkonventionelle Story ist eben nicht alles, stilvoll muss es auch in Szene gesetzt sein, und beides ist bei "Memento" der Fall.

Fazit: Ein Meilenstein! Die einzigartige Atmosphäre regt auch zu mehrmaligem Anschauen an. Wenn man den Film richtig auf einen wirken lässt, bekommt man nachher sogar Verwirrungszustände. Ob leichte oder schwere, das hängt vom körperlichen Zustand des Zuschauers ab.


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