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Memento (2000)
Eine Kritik von Ultimate87 (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 02.07.2011, seitdem 133 Mal gelesen
Viel muss zu diesem Filmpuzzle nicht mehr gesagt werden...
Christopher Nolan verfilmt eine Kurzgeschichte seines Bruders Jonathan, in der ein Mann namens Leonard, gespielt von Guy Pearce, unter dem Verlust seines Kurzzeitgedächtnisses leidet und sich folglich neue Dinge nur äußerst kurz merken kann. Er jagt den Mörder seiner Frau, der ihm die Verletzung einst beibrachte.
"Memento" ist ein einziges Gedankenexperiment, dessen erzählerische Wucht sich Nolan in späteren Werken zu Nutze macht, um Geschichten auf eine ganz andere Art und Weise zu erzählen. Nur ist es bei "Memento" derart genial konstruiert, dass man beim ersten Mal Ansehen aus dem Stauen kaum herauskommt und bei weiteren Besichtigungen erkennen kann, wie gewissenhaft durchdacht der ganze Film ist.
Das besondere ist auch, dass der Film, nicht wie so häufig, mit einem finalen Plottwist endet, der alles über den Haufen wirft, sondern am Ende erkennt man erst die Sinnhaftigkeit der Geschichte (wobei diese auf verschiedene Arten interpretierbar ist). Zum Schluss, der ja eigentlich gar nicht der Schluss des Films ist, steht das Motiv für Leonards Handeln und Schaffen und das ist so simpel wie überraschend. Und lässt einen den Film auch immer wieder genießen.
"Memento" ist darüber hinaus toll gefilmt, stark gespielt und einfach dermaßen ungewöhnlich erzählt, dass man vor so viel Kreativität den Hut ziehen muss.
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