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Final Destination 3 (2006)

Eine Kritik von dreamlandnoize (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 10.10.2006, seitdem 190 Mal gelesen


Nach dem Flugzeugabsturz (der mir auf dem nach Hause-Weg vom Kino Angst bereitet hat, mein Auto würde gleich...), nach dem spektakulären Highway-Unfall geht "Final Destination" mittlerweiler in die dritte Runde.

Auf dem Jahrmarkt bekommt Wendy (Mary Elizabeth Winstead) eine Vision, dass die Achterbahn außer Kontrolle gerät und all ihre Freunde dabei das Zeitliche segnen, Wendy miteingeschlossen. So schiebt sie Paranoia, wird vom Personal vor dem Start rausgelassen, und manche der Clique steigen genervt oder besorgt um sie mit aus. Es kommt, wie es kommen musste: Die Vision wird wahr und rafft alle übrigen dahin.
Zusammen mit ihrem Kumpel Kevin (Ryan Merriman) versucht Wendy, den Tod auszutricksen.

Der Trend der Reihe geht immer weiter vom Horror zum Fun-Splatter hinüber. Wurde in Teil 2 wenigstens noch gemeinsam versucht, den Tod auszutricksen, ist diesem Cast alles egal, und so reiht sich Tod an Tod, ohne in der Story irgendwie voranzukommen. Wendy und Kevin hechten von Set zu Set, der nächste Freund stirbt usw.
Dass dabei die ultra-flach gezeichneten Charaktere dem Zuschauer egal bleiben, ist  von Regisseur James Wong wohl so gewollt. Ihm geht es nur darum, auf höchst phantasievolle Art und Weise den Darstellern das Leben auszuhauchen, was ihm ohne Längen aufzubauen auch gelungen ist. 
Bei dem Solarium-Tod frag ich mich allerdings, ob es in Great America wirklich so etwas wie "Partner-Kabinen" gibt und obendrauf komm ich physikalisch denkend einfach nicht dahinter, wie ein Brett das Öffnen der beiden Toaster verhindern soll.

Die FSK 18 dagegen ist ein Witz: Der Härtegrad ist ziemlich niedrig, alle blutigen Szenen sind sehr schnell geschnitten und voller CGI gestopft. Das unterhält höchstens, wirkt aber keinesfalls brutal.

Im Gesamten bleibt mit "Final Destination 3" der schwächste Teil der Reihe zurück, der keinen Wert auf Story- oder Charakter-Aufbau legt, sondern lediglich noch den Zuschauer durch die ausgefallenen Tötungs-Szenen unterhalten will. Der Film eignet sich bestens für einen netten DVD-Abend mit Chips, Pizza, kalter Coke und der Freundin am großen Zeh rumzulutschen. Für mehr aber auch nicht.

Bei Teil 4 (falls der kommt) bitte wieder etwas mehr Wert auf Story, Charakter-Tiefe und Suspense legen.

7,5/10


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