Eine Kritik von hellraiser76 (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 28.05.2004, seitdem 584 Mal gelesen
Neben Spiel mir das Lied vom Tod und Ein Fressen für die Geier mein Lieblingswestern. Western waren noch nie so meins, aber diesen hier hab ich schon dutzend Male gesehen und immer wieder gefällt er mir.
Ein Revolverheld soll in einer Stadt, in der sein alter Freund Sheriff ist, einen Job erledigen. Obwohl er sich gegen den Auftrag entscheidet, kommt es zu einem Unglück und er wird angeschossen, woraufhin er immer wieder Lähmungserscheinungen hat. Nach ein paar Monaten trifft er in einer Kneipe auf andere Revolverhelden, die seinen Freund umbringen sollen. Als er hört, das dieser zum Säufer geworden ist, macht er sich auf den Weg, diesem zu helfen, im Schlepptau einen jungen Mann, der leider nicht schiessen kann.
Alleine die Charaktere sind eine Schau. Wir hätten den hoffnungslosen Alkoholiker, dem dauernd schlecht ist, einen leicht behinderten Revolverhelden, einen jungen Mann der aufgrund seiner mangelnden Schiesskenntnisse mit einer abgesägten Schritflinte um sich ballert und einen alten Indianerkämpfer, der dauernd mit seinem Horn durch die Gegend hüpft.
Die Rollen sind klasse besetzt und es ist eigentlich dauernd etwas los. Eigenlich nimmt sich der Film überhaupt nicht ernst und die Schauspieler wie Robert Mitchum oder John Wayne persiflieren hier ihr eigenes Westernimage. Und das tut dem Film sichtlich gut. Man merkt, das es nicht immer bierernst zugehen muß wie in den übermäßig brutalen Italo-Schinken. Auch hier sterben Leute, aber es ist nicht selbstzweckhaft inszeniert.
Der Score und die Ausstattung passen auch, so das einem ungetrübten Fimvergnügen nix mehr im Wege steht. Daumen hoch!