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Unbekannter Anrufer (2006)

Eine Kritik von joevickers (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 31.12.2006, seitdem 292 Mal gelesen


Was soll denn bitte das?
Noch nie war ich von einem Remake so schwer enttäuscht worden wie in diesem Fall. Noch überhaupt nie. Was aber nicht rein an der Erwartungshaltung liegt.

Erstmal ist dieser Film kein richtiges Remake. Es wurden nur die ersten 30
Minuten hergenommen, die im Original sauspannend waren, undzu einem Spielfilm von 84 Minuten aufgeblasen. Es wurden also etwa 67 % der Handlung gestrichen.

Während es im Original noch wirklich hauptsächlich um die Bedrohung der Kinder ging (Hast du schon nach den Kindern gesehen?) wird dieser Punkt in diesem Film zur nebensächlichkeit. Die Spannung wird aufgebaut, aufgebaut, es passiert einfach nix. Nach etwa 40 MInuten ertönt der erste mysteriöse Anruf, dann kommt wieder mal ne Zeitlang nix.

Plötzlich steht auch noch die beste Freundin hinter dem Kindermädchen und
erschreckt sie. Hallo? Ja, das war ein arger Regiefehler, denn wie um Himmels Willen ist sie denn in das abgesperrte Haus gekommen, wenn das komplette Haus durch ein Alarmsystem, welches mit einem Code versehen ist geschützt ist?

*SPOILER*
Aber das Schlimmste an den Film ist, daß der ganze Schockeffekt des Originals gestrichen wurde und durch ein Happy-End ersetzt wurde. Im Original geht das Kindermädchen ins Zimmer und findet die beiden Kinder ermordet in ihren Betten vor. Sowas darf ja in einem Mainstream-Film nicht vorkommen, das ist wohl viel zu schockierend. Während der Killer im Original immer wieder nach den Kindern fragt, sind die Kinder im Remake dem Killer ziemlich egal. Er fragt nur einmal
"Warum hast du nicht nach den Kindern gesehen?" Sie läuft nach oben,
die Kinder sind nicht da, weil sie sich versteckt haben (Warum eigentlich - Ist
ja nichts passiert - ach ja, um spannung zu erzeugen und sie scheinbar verschwunden sind) findet sie und nimmt sie mit sich, damit ihnen nichts passieren kann - Was ihr ja sehr gut gelingt.

*SPOILER AUS*

Fazit: So ein Desaster im Wahrsten Sinne des Wortes habe ich selten noch auf dem Bildschirm gesehen. Die 16er-Freigabe läßt sich nur erklären, da das Kindermädchen den Killer zum Schluß noch verletzen kann, bevor sie flüchtet. Bei diesem Film mußte ich mir wirklich an den Kopf greifen.
Alles, was der Film hat, sind sympatische Datsteller und teilweise eine gewisse Spannung, zumindest beim ersten Mal schauen, daher gibts von mir 2/10


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