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Hidden - Das unsagbar Böse, The (1987)

Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 05.02.2003, seitdem 1045 Mal gelesen


Mit „The Hidden – Das unsagbar Böse“ hat Genre-Spezi Jack Sholder eine Art Klassiker des B-Movies geschaffen – unterhaltsam, wenn auch nicht perfekt.
Der Beginn ist ein echter Bringer: Ohne Grund rennt ein bisher braver Bürger in eine Bank, flintet alles an Wachleuten um, was ihm vors Rohr kommt und flieht mit einem Haufen Geld in einem Sportwagen. Nach verlustreicher Verfolgungsjagd kann der Amokläufer von einem Polizeikommando gestoppt werden, welches den Mordbuben mit mehr Löchern versieht als ein Schweizer Käse. Der Auftakt überzeugt durch recht ausgiebige Action, die zudem auch nicht gerade harmlos geraten ist und auch gut inszeniert. Schade, dass lediglich der Showdown vergleichbar ist.
Detective Tom Beck (Michael Nouri) und sein Partner Cliff Willis (Ed O'Ross) ermitteln in dem Fall und versuchen der Sache auf den Grund zu gehen, warum ein unbescholtener Einwohner auf einmal kriminell wird, sich mit lauter Rockmusik zudröhnt und so nur noch mehr bei seinen Verbrechen auffällt. Derweil entfleucht dem menschlichen Sieb im Krankenhaus ein Alien-Parasit, der sogleich auf den Zimmernachbarn übergeht, der dann wieder mordend und rockend durch L.A. rennt. Die Idee des Körpertausch-Aliens ist ziemlich gut und auch neu für einen Film aus dem Jahre 1987.

Beck muss inzwischen mit dem FBI-Agenten Lloyd Gallagher (Kyle MacLachlan) zusammenarbeiten, der über sehr gute Hintergrundinfos verfügt. Doch vom praktischen Leben hat er nicht allzu viel Ahnung – was daran liegt, dass er selbst ein Alien ist, welcher den außerirdischen Parasiten zur Strecke bringen will.
Die Story von „The Hidden“ ist fürs Jahr 1987 innovativ und weitaus besser als das meiste im B-Bereich. Zudem ist die Inszenierung temporeich und fetzig, so dass der Mangel an überraschenden Wendungen oder besonderem Thrill nicht auffällt. Lediglich der eher schwache Mittelteil bremst das Vergnügen. Hier fehlt es einfach an Action und die dort gezeigte Suche nach den neuen Wirtskörpern und die Obduktion neuer Leichen hält einfach nicht genug bei Laune. Es kommt leider ein wenig der Eindruck von Füllmaterial auf.
An groben Logikfehlern und ähnlichen verzweifelt „The Hidden“ im Gegensatz zu anderen B-Filmen auch nicht, auch wenn es nicht ganz ohne Plotschwächen geht. Vor allem die Frage, warum der Alien Amok läuft wird nie geklärt. Das Biest ist einfach böse und muss geplättet werden. Gut, das würde auch erklären, warum er so unsubtil von statten geht, aber von diesen kleinen Fehlern gibt es halt ein paar. Aber es handelt sich eben um ein B-Movie, also nicht drauf achten.

Die Action ist fürs Jahr 1987 sehr gut gelungen und bietet einige Verfolgungsjagden sowie diverse blutige Shoot-Outs. Dabei ist die Action ziemlich gut inszeniert worden, vor allem Auftakt und Finale, aber im Mittelteil gibt es zu wenig davon. Erst ab der Verfolgung des dritten Wirtskörpers legt „The Hidden“ wieder actionmäßig einen höheren Gang ein, aber da ist das Finale auch schon nah. Dennoch kann man über das Gebotene nicht meckern, wenn man es nicht allzu sehr mit political correctness hat (denn regelrecht durchsiebte Frauen und überfahrene Rollstuhlfahrer sind nichts für politisch Korrekte und noch weniger für Kinder).
Die Schauspieler erbringen allesamt recht gute Leistungen, auch wenn keiner reif für einen Oscar ist. Michael Nouri gibt den harten (und natürlich neue Partner hassenden) Cop überzeugend und auch Kyle MacLachlan macht sich in der Alienrolle ganz gut (auch wenn man ihm das Nicht-Mensch-Sein recht früh anmerkt).

„The Hidden“ ist ein fetziges B-Movie, dass mit seinen Versatzstücken aus Action- und Horrorfilm gut unterhält und kaum langweilt.


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