Eine Kritik von LJSilver (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 17.03.2006, seitdem 1181 Mal gelesen
Jet Li kehrt in seinem letzten Wuxia-Film zu seinen Wurzeln zurück und beglückt seine Fans mit einem echten Martial Arts-Knaller im Stil der ONCE UPON A TIME IN CHINA-Filme. Diesmal verkörpert er jedoch nicht Wong Fei-Hung, sondern einen anderen chinesischen Volkshelden: Fok Yun Gap, dessen junge Jahre bereits 1982 in LEGEND OF A FIGHTER verfilmt wurden. FEARLESS ist im Wesentlichen ein Story-Prequel zu Fist of Fury, denn das Finale verbindet beide Filme miteinander.
!!!SPOILER!!!
(die Spoilerschrift ist weiß, bitte den Abschnitt markieren, um zu lesen!)
Am Ende von FEARLESS wird Fok Yun Gap vergifttet, genau dieses Ergeignis leitet FIST OF FURY ein, worin Bruce Lee als Foks Schüler Rache nimmt.
SPOILER ENDE!
Dass dem Film 40 Minuten fehlen, merkt man besonders am Ende. Während das erste Drittel mit geilen Kämpfen mit vielen Waffen und toller Choereografie von Yuen Woo Ping ausgestattet ist, geht es im Mittelteil eher um Foks Selbstfindung auf den Reisfeldern. Das Finale kommt dann leider viel zu schnell. zwar gibt es auch hier wieder einen tollen Endkampf, doch merkt man an den holprig geschnittenen Szenen und dem löchrigen Inhalt, dass da mitunter was fehlt.
Wushu beherrscht Jet Li auch mit über 40 noch perfekt, egal ob mit Drahtseilen oder ohne. Man sieht einfach, dass Jet die Drahtseile beherrscht, nicht andersrum wie bei vielen, vor allem ausländischen Actiondarstellern. Da wirkt alles geschmeidig und natürlich und der Übergang vom Seil zu bodenständigen Kämpfen geht sehr sanft von Statten.
Aber auch schauspielerisch hat Jet Li in FEARLESS einiges zu bieten. Man merkt hier, dass ihm der Film sehr wichtig ist, denn so intensiv und dramatisch hat man ihn noch nie spielen sehen, nichtmal in DANNY THE DOG. Dazu kommt noch die perfekte Inszenierung von Ronny Yu, bei der jedes Bild einen optischen Genuss darstellt.
FAZIT:
Jet Li liefert mit seinem Abschiedsfilm vom Wuxia-Genre nochmal einen richtigen Knaller ab. Die Action und Inszenierung sind nahezu perfekt, lediglich die zurechtgestutzte Story macht sich negativ bemerkbar. Statt 9 oder 10 gibts deshalb nur 8 Punkte!
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