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Prodigy, The (2005)
Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 28.01.2011, seitdem 333 Mal gelesen
Nach einem Einbruch im Haus seines Auftraggebers, wird Truman Fisher, ein skrupelloser Gangster, damit beauftragt den entführten Neffen seines Bosses zu finden. Es beginnt eine Suche, die ihn an die Grenzen des unvorstellbaren führt und ihn spüren lässt, dass die Realität, die er zu sehen scheint, außer Kontrolle gerät.
Willkommen inder Welt der Kraftausdrücke und Machosprüche. Jedenfalls geht der Gangsterthriller the Prodigy in diese Richtung. Der Film selber meldet sich jedenfalls mit einer etwa 20minütigen Schießerei, bevor der Zuschauer irgendeinen Plan hat wer da grad gegen wen und warum ballert. Nicht das das etwas schlechtes wäre, ein Minimum an Informationen wäre aber schon nett gewesen. Ähnliche Unstrukturiertheiten ziehen sich aber wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte. Straightes Storytelling ist jedenfalls nicht William Kaufmans ganz große Stärke. Das Drehbuch kann maximal 3 Seiten lang gewesen sein und wurde interessanterweise vom Regisseur selbst und seinen beiden Hauptdarstellern zusammengeschrieben (vermutlich in einer durchzechten Nacht), überhaupt scheint es sich bei den Beteiligten um ein Ensemble zu handeln, denn die meisten haben die gleichen Projekte in ihrem Lebenslauf stehen.
Ein großes Budget konnte auch nicht zusammengestellt werden, Sets gibt es so gut wie gar keine, die meisten Dollar dürften in Platzpatronen und Blutpäckchen draufgegegangen sein. Diese werden allerdings auch in Dimensionen von mehreren LKW Ladungen nötig gewesen sein, denn geballert und gekämpft wird eigentlich ständig über eine Laufzeit von knapp zwei Stunden. Fans von Brutalo Action kommen jedenfalls auf ihre Kosten, auch wenn das gezeigte nicht immer professionell wirkt, da sich hin und wieder der Eindruck einschleicht, es mit einer semiprofessionellen Produktion zu tun zu haben. Das hat aber auch den Vorteil, das Langeweile gar nicht groß aufkommt, mit überflüssigen Gefühlsquatsch hält sich the Prodigy ebenso wenig auf, wie mit Hintergrundinfos, Charakterzeichnungen oder logischen Erwägungen, Hauptsache der Lauf glüht.
Großes Arthouse Kino darf man natürlich nicht von diesem Gangsterfilmchen erwarten, wer auf freundlichen Munitionsaustausch unter Verbrechern steht ist hier jedenfalls richtig, mir wars doch etwas zu austauschbar, wer da grad gegen wen kloppt.
5/10
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