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Asterix und die Wikinger (2006)

Eine Kritik von Justact (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 14.05.2006, seitdem 406 Mal gelesen


Asterix und die Wikinger

Ein Starensemble als Sprecher für den neuesten Film der beiden gallischen Helden.

Zur Geschichte ...

Die Wikinger sind der Schrecken aller Völker und schon bevor Sie plündern und Brandschatzen können sind die Dörfer leer. Dies stört diese furchtlosen Krieger und so suchen sie nach einer Lösung für dieses Dilemma. Zum Glück gibt es den Dorfalten Kryptograf, welcher ein paar Sprüche runter jodelt und zufällig erwähnt, das Angst einem Flügel verleiht, sprichwörtlich gesehen, doch die nicht sehr hellen Wikinger haben eine Erleuchtung und meinen Sie könnten Fliegen wenn Sie Angst haben. So machen sie sich auf die Suche nach dem Champion des Angsthabens, welcher ihnen das Fliegen beibringen soll...

Der Alte wittert ein Geschäft für sich und würfelt zufällig aus wo der Beste zu finden sei?!
Natürlich in einem kleinen Dorf in Gallien, das sich unbeugsam wehrt gegen das römische Imperium. Also ziehen die Wikinger los.

Der Dorfalltag ist nicht anders geworden in den ganzen Jahrzehnten, der Schmied und der Fischhändler streiten sich und die Raufereien häufen sich. Allerdings Asterix und Obelix ist es wohl langweilig geworden, sehnsüchtig warten sie auf eine neue Aufgabe, die mit dem Jüngling und Frauenheld Grautvornix aus Lutetia auf die beiden wartet. Sie sollen aus dem weichlichen Angsthasen und Neffen von Majestix einen Krieger machen, jedoch gestaltet sich das schwieriger als erwartet ...

Die erste Überraschung ist als man den Wikingerboss Maulaf mit der deutschen Synchronstimme von den alten Obelixfilmen hört, ungewohnt aber je länger man den Film sieht um so mehr gewöhnt man sich daran.

Zweite Überraschung, das Abenteuer ist doch sehr zugeschnitten auf die heutige Jugendkultur, so heißt die Haustaupe Smsix und die Wikingertochter ABBA. Später dann noch der Kalauer "Du alter Schwede".
Fette Hip Hop Beats bringt der junge Grautvornix aus der Großstadt zu den Landeiern mit, usw ...

Es ist vielleicht die Geschichte die am ehesten an unsere Zeit angepasst ist, die Sprache und die klischeehafte Story lässt nichst aus. Das ganze wirkt rund, die Witze sitzen und aus Sympathie freut man sich.
Doch je länger der Film dauert um so mehr erhofft man sich etwas Spannung, oder neues.

Prügeleien im Dorf, schon gesehen
Römer verkloppen, schon gesehen
Piratenschiff versenken, schon gesehen
Troubadix maltretieren, schon gesehen
Kurzum, die Story ist schon etwas mau.

Immerhin der erste Zeichnrickkuss in der Geschichte der Filme der berühmten Gallier, soweit ich mich erinnern kann. Das war aber auch schon das einzige das mich wirklich überrascht hat.

... Olaf, der Sohn von Kryptograf darf zum Dank der Gefangennahme des größten Angsthasen die Tochter des Anführers heiraten, jedoch mit rechten Dingen geht das nicht zu...

Ein Happy End an der Runde wie man es kennt rundet den Film in sich ab.

Die Zeichnungen waren schön, gerade der Flug von Asterix aus dem Nebel um den Nordstern zu sichten ist sehr ästhetisch gelungen. Die Musik war passend zum Film jedoch nicht außergewöhnlich.

Zur Sprache:
Asterix (Christian Tramitz) solide.

Obelix (Tilo Schmitz) hat eine kräftige Stimme die auf einen solchen muskolösen Körper, wie er ihn hat passt. Allerdings ist dieser spitzbübische Unterton verloren gegangen, welcher nun bei Wulaf mitschwingt Ich hätte mir gewünscht dass die Rollenverteilung andersherum ist.

Grautvornix und Smudo passten sehr gut zusammen, ein junger hipper Kerl aus Lutetia, mit goldener Kette um den Hals, der auf hip hop beats steht.

Auch die Kesse ABBA (Nora Tschirner) die nicht wie ein braves Frauchen zu Hause sitzen will und lieber in den Krieg zieht und ihren Vater anschnauzt ist sehr sympathisch.

Olaf (Götz Otto) ist ein tolpatschiges Wesen und ich finde zu sehr Klischeehaft, dementsprechend war auch die Dialogauswahl sehr langweilig. Für mich war das sehr enttäuschend.

Es war schön wieder ein Abenteuer im Kino erleben zu dürfen, ich hoffe es war nicht das letzte. Mich konnte es letzlich in der Form nicht überzeugen.

Fazit:
Wer nichts gegen eine moderne Vision hat findet hier ein witziges Abenteuer in dem alle Klischees der früheren Filme bedient werden.


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